Sterben , jeden Tag ein bißchen mehr
Hallo ihr Lieben,
schreibe ja so ungern diese schlimmen Dinge hier rein, will doch keinem die Hoffnung nehmen. Wir kennen uns jedoch lange genug, dass ich es auch blöd finde, jetzt unterzutauchen und so zu tun, als ob nichts wäre. Also bitte nicht falsch verstehen, jeder Krankheitsverlauf ist anders und vor allem ganz individuell.
Gibt wirklich nichts Positives zu berichten. Metastasen im Rückenmark im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule, Metastasen an der Hüftpfanne, an Leber, Galle, Nebennieren und Bauchspeicheldrüse. An den Organen sind die Metas sogar sehr groß, zw. 5-8 cm. Der Onkologe bezeichnet die Situation als sehr kritisch und ohne Behandlung wäre dann wohl Ende. Er hat uns noch eine Chemo angeboten - Topotecan -, die hochgiftig ist. Wenn die anschlägt, könnten wir noch mal Glück haben und die Metas könnten verschwinden, wenn die nicht anschlägt, dann wars das. Montag gehts los, 5 Tage nacheinander und dann mind. 2 Wochen Pause. Sollte sie wirken, müsste es Wolfgang schnell besser gehen, falls nicht wird man das auch ohne CT merken...
Also, alles auf eine Karte, Augen zu und durch. Wolfgang will nichts unversucht lassen und komischerweise, so ganz dicht am Abgrund, kann ich das gut nachvollziehen...
Es geht ihm schlicht weg scheiße, hat gelbe Augen und wird auch immer gelber u. hat Schmerzen ohne Ende. Aber bis Montag müssen wir warten, diese Chemo muss erst einmal beantragt und besorgt werden.
Bin sehr traurig. Lieben Gruß und viel Kraft für alle, die es im Moment brauchen können von Monika
|