Thema: Cup-Syndrom
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Alt 13.02.2005, 21:04
Gast
 
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Standard Cup-Syndrom

Hallo Ihr Lieben,
bin so froh dass es Euch gibt, manchmal ist alles zum Verzweifeln und dann sollst Du noch stark für die Kids sein, die Dir das letzte bißchen Kraft noch rausholen.
Es sieht gar nicht gut aus, gestern waren wir alle bei ihm, er war klar, hatte nur eine leicht verwaschene Aussprache, hatte dann ein über einstündiges Gespräch mit der Diensthabenden Ärztin, sie haben nur den Kopf gemacht, nicht aber die Lunge und es ist etwas da im Gehirn, was nach 4 Metas aussieht, er hat aber auch eine starke Infektion die vom Penis herrührt, es ist ja unten alles dick aufgeblasen wie ein Ballon, kommt von den Entzündungen und er hatte ja über 39 Fieber, man kommt da nicht ran, man müsste alles unten wegschneiden, es wird sich wieder entzünden, da es der ideale Brutplatz jetzt für Bakterien ist, das kommt noch hinzu. Man will morgen das Rückenmark punktieren um genau festzustellen ob es Metas sind, Cortison hat er zur Sicherheit gleich bekommen. Jetzt hat er aber auch noch Sauerstoff bekommen, wahrscheinlich sind die Lungenmetas jetzt auch explodiert, so wie alles andere, das jetzt schlagartig geht. Die Ärztin hat mir zwar etwas Hoffnung gemacht, dass er bei ihnen in besten Händen ist und wir ja noch die Chemo als letztes Mittel haben und diese wird sicherlich auch gut anschlagen, da er ja ein kleinzelliges epitheliales Karzinom hat und das spricht sehr gut auf Chemo an. Die Metas im Hirn können bestrahlt werden, Montag früh kommt der Chefarzt und dann wird das weitere Vorgehen besprochen.
Heute kam mein Stiefsohn aus der 1. Ehe meines Mannes, wir sind dann gleich zu ihm und er ist immer noch sehr schwach, sieht aber gut aus. Die Ärztin war gerade da, sie sagte, die Schwierigkeiten mit dem Atmen kommen vom HB, der sehr niedrig ist, nur 7 und er bekommt heute noch 2 Beutel Blut., das macht wohl die Schwäche in den Lungen aus. Sie noch gesagt, wir sollten lieber hoffen, dass es Metas sind im Gehirn, da eine Entzündung sehr viel schwerer zu behandeln wäre. Auf jeden Fall ist er schmerzfrei kann ohne Krücken auf die Toilette und das Fieber war heute weg. Morgen beginnt dann der große Untersuchungsmarathon und die Frage „Wie geht es weiter?“
Auf jeden Fall frage ich mich jetzt, was die ganze alternative Schiene gebracht hat, außer eine horrende Summe Geldes was die Herren Ärzte auch gleich abkassiert haben und durch die Impfung mit den Dendritischen ist der Krebs jetzt erst richtig in Fahrt gekommen. Ich stelle mir das so vor wie die Marienkäfer die die Läuse nicht vertilgen sondern nur melken, diese werden immer mehr und fetter und so stelle ich mir das bei uns vor, denn die massiven Probleme mit den Schmerzen sind erst nach der Impfung aufgetreten. Dabei patrouillieren die Killerzellen zig-millionenfach durch seinen Körper und greifen die Krebszellen nicht an und die ganzen Immunstoffe bauen wohl auch noch zusätzlich die Krebszellen auf. Wir haben auch im KH nachgefragt und diese hatten vor Jahren schon mal mit den Dendriten gearbeitet, aber es hat nur anfänglich Erfolg gebracht und dann nichts mehr und jetzt weiß man, dass es noch Jahrzehnte dauern wird, bis man auf das eigene Immunsystem zurückgreifen kann. Also, außer Spesen nichts gewesen. Es wird wohl weiterhin nichts anderes geben außer Bestrahlung und Chemo. Alternativ begleitend ist vielleicht schon sinnvoll aber nicht bei einer solchen Metastasierung wie bei meinem Männe. Jetzt müssen wir darauf vertrauen, dass sie ihm vielleicht doch noch ein paar Monate schenken können, abwegig ist das wohl nicht, so habe ich die Ärzte verstanden.
Für heute reicht es, melde mich wieder!
Alles Liebe
Eva-Maria
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