Thema: Cup-Syndrom
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Alt 13.03.2005, 21:13
Gast
 
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Standard Cup-Syndrom

Hallo Ihr Lieben,

schön daß die kleinen Unstimmigkeiten begelegt sind, mein
Harmoniebedürfnis ist befriedigt :-)

@liebe Sybille,

bei meinem Mann wurde zu Beginn seiner Erkrankung stationär umfassend mit allen möglichen Methoden nach dem Primärtumor
geforscht (hatte ich Dir per Email mal alles zusenden wollen,
aber merkwürdiger Weise gehen meine Emails an andere Anbieter als AOL teilweise nicht durch, warum auch immer), gefunden hat man nichts. Als Krönung des Ganzen hat man dann noch eine Tonsillektomie gemacht, weil der Chefonkologe darauf bestand, daß der Primarius in den Mandeln zu finden ist. War er aber nicht. Kommentar des Onkologen: das muß gar nichts heißen, dann haben die Pathologen eben an der falschen Stelle Gewebe entnommen und untersucht.
Jedenfalls hat das negative Ergebnis meinem Mann eine neck
dissektion erspart.
Über die neue Untersuchungsmethode weiß ich leider nichts.
Wir haben eine Zeitlang (ziemlich zu Beginn der Erkrankung) darüber nachgedacht ein PET machen zu lassen (die Krankenkasse kommt bei CUP Patienten nicht für die Kosten auf, es sein denn die Untersuchung wird stationär durchgeführt).
Die Frage ist nur: was ist die Konsequenz wenn man weiß wo der Primarius sitzt???? Nach meinem Wissen bringt es bezüglich der einzuschlagenden Therapie so gut wie nichts, weil man leider davon ausgehen muß, daß - wenn es bereits zu einer Metastasierung gekommen ist - kurativ nichts zu machen ist sondern nur palliativ. Man wird also kaum den Primärtumor
operativ entfernen, (es sei denn er wäre inzwischen so groß, daß er dadurch andere Organe verdrängt, Nerven einengt etc.
etc.) da er eh schon hämatogen oder lymphogen gestreut hat.
Das ist wohl der Grund dafür, daß nicht mehr intensiv nach dem Primärtumor gesucht wird, sondern man sich auf die Behandlung der Metastasen konzentriert.

Ich wünsche Euch sehr, daß Ihr zusammen mit Deiner Schwiegermutter den richtigen Weg findet.

@lieber Raipa,

mein Mann ist, seitdem er von dem Schmerztherapeuten betreut wird, voll von der Notwendigkeit einer regelmäßigen Einnahme überzeugt (nur das "Stellen" der Medis nehme ich ihm ab).
Er hat viel zu lange die Schmerzen ausgehalten und nur eingenommen wenn er fast am Rad drehte. Er dürfte so Dein Jahrgang sein und wurde so erzogen, daß man Schmerzen als
Mann auszuhalten hat, egal wie stark sie sind.
Aber die Schmerzen bei Knochenmetas haben nun mal ihre eigene Qualität.

Liebe Anna,

für die beiden Spiegelungen drück ich fest die Daumen für ein gutes Ergebnis und daß dann so langsam mal wieder Ruhe
bei Dir eintritt.

Liebe Eva-Maria,
habt ihr es mal mit Somisan-Pulver versucht wegen der
Nebenwirkungen nach der Bestrahlung?
Mein Mann nimmt es immer noch. Und wenn es vielleicht auch nur einen Placebo-Effekt hat, er fühlt sich damit besser.

Allen liebe Grüße
Bärbel
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