Mitmenschen, Freunde und Bekannte!
Hallo Mona,
also, ich muß sagen, hier bei uns auf dem Dorf haben die Leute, Nachbar etc. überhaupt kein Problem mit meiner Krankheit. Da in unserer Straße - warum auch immer - sehr viele Krebstroffene wohnen, meistens ältere Leute, konnte und kann ich immer offen über meine Krankheit reden. Sie nahmen immer Anteil daran und erkundigten sich von selbst aus, aber nicht aus Neugier, sondern eher aus Mitgefühl, denn viele kennen mich ja schon von Kindesbeinen an. Eine Nachbarin neulich meinte, ich sähe richtig süß aus mit meinen Löckchen.
Im Bekannten- und Verwandtenkreis ist es ähnlich, allerdings rede ich dann nur davon, wenn ich selbst es möchte, ansonsten gehen sie mit mir ganz normal um, warum auch nicht?
Anders verhält es sich im engsten Freundeskreis, einerseits habe ich dadurch einige Freundschaften vertiefen können, andererseits haben sich zwei enge Freundinnen, von denen ich es nie gedacht hätte, total von mir losgesagt, so, als ob meine Krankheit ansteckend wäre, und sie eventuell durch den Kontakt zu mir auch krenk werden könnten. Ich habe versucht, den Kontakt wieder herzustellen, als jedoch nichts zurückkam, habe ich das Thema abgehakt.
Man wird wohl sensibler, bei mir ist es jedenfalls so, ich spüre schon, ob jemand aus reiner Neugier oder aus echtem Interesse fragt, wie es mir geht.
Blöd finde ich aus die Reaktionen aus meiner Familie (Mann, Eltern): Die haben doch jetzt alles weggeschnitten, dann bist Du ja wieder gesund. Die Ängste, es könne wieder was auftreten, können sie nicht nachvollziehen.
LG sterni
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