Waltonsvilla
Hallo Karin,
ist schon seltsam,wie man sich so allmählich an die schönen S(Z)eiten der Vergangenheit erinnert. Komm mir schon fast vor wie meine Mutter, wenn sie mir immer aus ihrer Kindheit erzählt hat und ich insgeheim dachte, nö, nicht schon wieder.... ;-). Aber mittlerweile fang ich eben auch schon damit an, in der Vergangenheit zu schwelgen. Eigentlich hatte ich wirklich eine schöne Kindheit, in der Pubertät wurde es dann vorübergehend etwas schwierig..., aber letztendlich hatte ich immer ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Anfangs eher zu meinem Vater, war totales Papa-Kind, aber nach seinem Tod hing ich um so stärker an meiner Mutter.
Und jetzt muß ich bei so vielen Dingen im Alltag zurück denken.
Karin, ich hab auch mit Vorliebe meine Finger in Teig gesteckt, allerdings hab ich Hefeteig bevorzugt. Aber auf eine ganze Schüssel hab ich es nie gebracht *lach*. Irgendwie erinnert mich das an Michel von Lönneberga, hast du dann auch Männchen geschnitzt? Ach so, war nur wegen den Bauchschmerzen ;-). Und die Krümel vom frisch gebackenen Zuckerkuchen, da konnte ich auch nie die Finger von lassen, hab es aber immer so gut verteilt, daß es anscheinend ja absolut niemandem aufgefallen ist, nur meiner Mutter... Wenn ich an die Tage denke, als Mutter einen regelrechten Großkampftag eingelegt hat: Kartoffelsuppe, Schneckennudeln, Zwetschgenkuchen, Dampfnudeln, Zuckerkuchen.... Alles morgens erledigt und zum Mittag gab es dann dieses pfälzische Festessen. Ich werde auch demnächst mal wieder an Hefekuchen gehen, Mutter wird's mir von oben wohl dirigieren, wie ich es richtig mach :-).
Und die Vorweihnachtszeit in meiner Kindheit, das war auch immer so schön. Mutter hat Plätzchen gebacken wie ein Weltmeister, mein Vater hat alles liebevoll verziert (und wir haben alle um den Tisch gesessen und ordentlich genascht). Und Vaters Frankfurter Kranz....
Und kennt ihr Ladwerge? Keine Ahnung, ob ich das jetzt richtig geschrieben hab, der Pfälzer spricht es Laddwäärsch aus. Ist Pflaumenmus. Hat meine Mutter auch stundenlange gekocht, gerührt, gerührt und nochmals gerührt. Hat so herrlich gerochen.
Einfach schön, daß uns diese Erinnerungen immer erhalten bleiben. Man hat teilweise sogar noch den Geruch in der Nase.
Ute, so ein Garten ist schon schön, aber eben auch viel Arbeit. Manchmal wünsch ich mir eine grüne Betonierung drüber...
Jetzt gibt es noch einen Cappuccino, hab mir die Tasse mit den Schäferhundwelpen rausgesucht :-). Hab zwar leider keinen Hund, bin aber mit einem Schäferhund aufgewachsen und immer noch narrisch nach diesen Vierbeinern.
Wünsch dem Rest der Bande auch alles Liebe
Christa J.
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