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Alt 23.11.2005, 09:03
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Vanilla Vanilla ist offline
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Registriert seit: 15.11.2005
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Beiträge: 421
Standard AW: Angst...vor allem um meine Kinder

Ihr Lieben,

ich danke euch so für eure Worte.

Leider bin ich im Moment wieder einmal ziemlich am Boden.
Auslöser waren gestern zwei verschiedene Dinge.

Vielleicht erzähle ich mal eins davon (keine Angst, ich werde euch nicht zutexten). Ich war gestern mit meinen Kindern "shoppen". Als wir an einer Parfümerie vorbei kamen, fiel mir eine riesige, überdimensionale Parfümflasche meines Lieblingsparfüms im Schaufenster auf. Ich sagte einfach so dahin, `Die würde für den Rest meines Lebens reichen.´ Mein kleiner Sohn schmiegte sich daraufhin an mich und sagte ´Mama, du sollst 200 Jahre alt werden, die reicht nicht.´ Was das in meinem Herzen angerichtet hat, brauche ich euch sicher nicht zu erklären.

Außerdem ist noch eine Sache passiert, die mich seelisch noch immer ziemlich mitnimmt. Egal.

Ich war gestern entsprechend traurig. Als mein Lebensgefährte mich am Abend fragte, was los sei, schossen mir augenblicklich die Tränen in die Augen. Ich sagte ihm, dass ich mir momentan wieder viele Sorgen mache und er fragte, welche. Daraufhin sagte ich, im Moment vor allem die Angst, dass es wieder kommt und was das bedeuten würde und das die Wahrscheinlichkeit ja nicht gerade klein ist. Seine Reaktion: Schweigen. Ich saß neben ihm und mir liefen die Tränen, ich hätte mir meine Sorgen so gern einmal von der Seele gredet. Eine Stunde Schweigen, dann bin ich ins Bett (und eine Stunde später wieder aufgestanden.)

Heute morgen wurde auch kein Wort darüber verloren.

Es gab vor zwei, drei Wochen schon mal so eine Situation. Ich sagte ihm, dass ich mich oftmals häßlich finde, ohne meine ehemals langen Haare und mit nur einer Brust. Schweigen. Gar nichts. Keine Antwort.Das baut mich nicht unbedingt auf.
Versteht mich nicht falsch, mein Schatz tut alles für mich, er war immer da, wenn ich ihn gebraucht habe, war bei allen wichtigen Gesprächen dabei, nimmt Urlaub, wenn ich Chemo habe, unterstüzt mich in allen Situationen. Ich glaube, dass er in solchen Momenten vielleicht einfach überfordert ist und ihm die Worte fehlen. Aber mir tut das jedesmal weh und hilft mir in keinster Weise, im Gegenteil.
Und euer Rat, mit einer Psychologin Kontakt aufzunehmen...ich glaube nicht, dass mir das etwas bringt, ehrlich. Ich habe schon einen Versuch in dieser Richtung gemacht. Und das Ergebnis war, dass ich dachte, hoffentlich kannst du bald gehen.

Ihr Lieben, sorry, wenn ich wieder so viel getippselt habe, habe euch jtzt doch zugetextet, meine Seele ist im Moment einfach am Boden. Und es hier rauszulassen hilft mir zumindest ein bißchen.

Liebe Grüße

Vanilla
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