
Hallo,
habe zwischenzeitlich meinen 2. Durchlauf hinter mich gebracht.
Am 06.12. und 07.12.05 war ich wieder zum Kernspint. Dieses mal war ein klarer Befund.
Oberbauch: zwischen 6. und 7. Lebersegment eine Ausdehnung/Metastase von 1,3 x 0,8 cm. Darüber hinaus auch neu Aszites.
Becken: Tumorrezidiv im kleinen Becken mit knotigen Tumormanifestationen im Douglas und rechtsseitig im kleinen Becken. Geringes Aszites.
Tumormaker sind inzwischen auf 1.255 angestiegen.
Am 13. war ich jetzt in Tübingen. Es wurde mir eine Chemo mit Gemzar vorgeschlagen. Wenn ich es richtig verstanden habe, fängt man mit 1 x wöchentlich, 3 Wochen hintereinander an. Danach wäre 2 Wochen Pause.
Nach 3 Zyklen würde nochmal nachgeschaut und dann weiter entschieden.
Mein erster Chemotermin ist erst am 30.12.05. Früher wäre nicht möglich, wenn mich das Bauchwasser zu sehr drücken würde, sollte ich mich melden, dann würde es punktiert.
Ich bin daraufhin mit sehr gemischten Gefühlen wieder nachhause gegangen.
Mein Hausarzt hat zwischenzeitlich in Freiburg um einen Therapievorschlag gebeten. Die Ärztin bei der ich im Oktober vorstellig war, hat auch zurückgerufen und angeboten, dass ich stationär aufgenommen werden kann zur Stagingstellung, Therapieevaluation und ggf. Therapieeinleitung.
Nun habe ich am Montag einen stationären Aufnahmetermin vereinbart. Sie meinte, ich müßte mich auf 8 bis 10 Tage einstellen, was mich doch sehr erschreckt hat, weil ich dann Weihnachten nicht bei meiner Familie wäre.
Jetzt habe ich noch Bedenkzeit bis morgen vormittag, dann muß ich mich entscheiden, ob ich das Bett in Anspuch nehme.
Wieder einmal bin ich total verwirrt und ratlos. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben, der schon in Freiburg war (lohnt es sich oder soll ich mich mit der Tübinger Therapie zufrieden geben ?). Man lebt doch ständig mit der Angst, etwas zu versäumen, was nicht mehr nachzuholen ist. Es geht ja schließlich um das Leben.
Ich hoffe, ihr antwortet mir und helft mir etwas diese Entscheidung zu treffen.
Liebe Grüße von
Gudrun