AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom
Hallo, liebe manu,
ich habe oft an Euch gedacht und gehofft, wenn Du Dich hier nicht meldest, wird wohl alles in Ordnung sein. Umso mehr tut es mir Leid, jetzt zu lesen, dass es so negative Nachrichten gibt.
Kommt denn eine Entfernung der "Geschwüre" nicht in Frage? Ist es sicher, dass es sich um "Krebsgeschwüre" handelt? Oder können die Probeschnitte nicht gemacht werden wegen Hautmetastasen?
Ich fürchte, ich kann Euch mit Erfahrungen bezüglich Erbitux überhaupt nicht helfen, weil ich mich damit nicht auskenne. Habe ich das richtig verstanden, dass Dein Freund kein Morphium bekommt, weil er damit nicht schachmatt gesetzt werden wird? Ich bekomme doch auch Morphium-Pflaster (TranstecPro 35) und fühle mich damit sehr wohl. Bin auch nicht schachmatt dadurch. Der Gang zum Schmerztherapeuten ist natürlich genau richtig, ich hoffe, Ihr bekommt es gut in den Griff.
Sollte wirklich der Fall eintreffen, dass Dein Freund "austherapiert" ist, würde ich an Eurer Stelle Erkundigungen über eine Palliativ-Behandlung einziehen und auch einen Psycho-Onkologen einschalten. Das ist verständlicherweise sehr, sehr hart für Euch, zumal, wenn man daran denkt, wie jung Dein Freund noch ist. Und was wäre mit einer anderen Chemo, auf die Dein Freund vielleicht noch ansprechen könnte? Iris1506 schreibt von den Erfolgen von Taxotere (auch dazu kann ich nichts sagen, weil ich es nicht kenne), wäre dies auch ein Therapieansatzpunkt? Lasst nichts unversucht, was möglich ist - aber ich weiß ja, dass Ihr hart am Kämpfen seid.
Ich hoffe für Euch, dass es bald wieder einen Funken Hoffnung gibt - es berührt mich sehr, wie Ihr zusammensteht und drücke Euch die Daumen (ich weiß, es klingt banal, wie fast alles).
Liebe Grüße
Geli
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