AW: Lungen-OP - was kommt jetzt
Hallo Birgit,
vielleicht kann ich Dir ein klein wenig weiterhelfen. Leider fehlt mir im Augenblick die Zeit, aber bestimmt kannst Du viel Nützliches hier auf diesen Seiten erfahren. Für Euren konkreten Fall im Telegrammstil:
- allgemien operiert man nur dann, wenn Aussicht auf Heilung zumindest grundsätzlich besteht. Man kann auch nach der Entfernung von zwei Lappen ein relativ uneingeschränktes Leben führen. Vorschädigungen, etwa durch Rauchen, oder starkes Übergewicht schränken dies natürlich entsprechend ein.
- nach genauer Klärung des Befundes (welcher Zelltyp? Waren Lymphknoten befallen? -> steht alles im Pathologie-Bericht drin, gibt es in ein paar Tagen) wird die weitere Therapie entschieden. Das übernehmen selbstverständlich die Ärzte! Ihr könnt/müßt kritisch nachfragen, grundsätzlich würde ich den Ärzten aber viel Vertrauen entgegen bringen (vor allem in Essen, über die ich schon viel Gutes gehört habe.)
- Ich würde mich grundsätzlich auf Chemo und Bestrahlung einstellen. Wird heute eigentlich immer gemacht und erhöht die Heilungschancen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel.
- Auch um die Reha kümmert sich die Klinik. Diese findet jedoch erst nach Abschluß der Behandlung statt. Das Ganze läuft in NRW über die "Arbeitsgemeinschaft zur Krebsbekämpfung" in Bochum, wenn ich mich nicht irre. Die sorgen dann dafür, daß Euer Vater zur Reha kommt.
- Die Erkrankung ist schwer, die Operation ist schwer, daß Risiko, daran zu sterben, ist hoch. Doch nach einer erfolgreichen Operation besteht die Aussicht auf Heilung. Von daher habt Ihr Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken und Eurem Vater in dieser schweren Zeit beizustehen.
Wenn Du noch eine Frage hast, melde Dich gerne bei mir.
Michael
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