Hallo an Alle,
@liebe Anna, daß Deine Schmerzen Dich wieder eingeholt haben, habe ich wohl total überlesen. Willst Du Dir nicht doch mal einen "richtigen" Schmerztherapeuthen aussuchen? Ist doch bislang nicht halbes und nichts ganzes, was Dir verordnet wird.
Zu Deiner "Kuhkatze" Toxi herzlichen Glückwunsch, sie ist bestimmt so knuffig wie sie aussieht.
Dieter ging es heute stimmungsmäßig besser, er läßt sich nun mal auch nicht unterkriegen, obwohl in dem Khaus auch so einiges zu bemängeln wäre.
Am Tag der Aufnahme habe ich alle Schmerzmedis, die er bekommt
schriftlich aufgelistet und für einige Tage fertig gestellt mitgenommen.
Alles wurde mit den Ärzten besprochen: also daß er die Medis so weiter nehmen kann und auch seinen Bedarf bei Schmerzdurchbrüchen.
Nach 4 Tagen kamen dann die Medis von Station, aber es kam auch eine
Apothekerin (?) zu Dieter die ihm sagte Palladon in der Höhe hätte sie noch nie erlebt und auch die anderen Medis wäre zu hoch, da könne man doch bestimmt reduzieren. Da er das abgelehnt hat hat man dann bei seinen Schmerztherapeuten nachgefragt, ob das alles seine Richtigkeit hat (wahrscheinlich bin ich etwas blöde oder unglaubwürdig). Seine Schmerztherapeutin hat dann die Richtigkeit bestätigt und das läuft jetzt.
Aber es geht weiter: Mittwoch habe ich nachgefragt, ob das Oramorph für die Schmerzdurchbrüche inzwischen auf Station sei.
Das war aber eine Frage!!!!!! Wenn mein Mann den Bedarf nicht anmeldet, können sie doch nicht wissen, daß er ihn hat!!!! Obwohl ich am ersten Tag gesagt (und schriftlich dargelegt habe), daß er ca. 4 Schmerzdurchbrüche pro Tag hat.
Am nächsten Tag dieselbe Diskussion mit einer anderen Krankenschwester, diesmal im Beisein seiner Hospiz-Begleiterin, die anschließend von der
Schwester verlangt hat, daß sie sofort ins Krankenzimmer zurückgeht und sich bei meinem Mann für ihr Verhalten und ihre verbale Entgleisungen entschuldigt.
Jetzt klappt es einigermaßen mit der Bedarfsmedikation, obwohl - je nachdem wer im Dienst ist- wird ihm auch mal wieder ein "reingedeut". Gestern nacht hat Dieter wegen des Bedarfs geklingelt, hat dann wohl nicht Oramorph sondern etwas anderes gesagt und bekam zu hören: sie wissen ja noch nicht mal wie ihr Medikament heißt, und sind trotzdem der Meinung daß sie es brauchen
Ist noch nicht alles, ich hab ihn wohl mit meiner Bronchitis angesteckt.
Seit etwa 3 Tagen bekommt er ACC-Brausetabletten. Da er sich zur Zeit nicht aufrichten kann/darf werden ihm die Tabletten morgens von einer
Schwester gereicht. Gestern und heute die ACC zusammen mit den anderen
Tabletten, schwupps in den Mund und dann nachtrinken. Macht doch richtig
Spaß wenns dann im Mund sprudelt.
Weiter gehts: Dieter kann seit 2 Jahren nur noch auf dem Rücken liegen, kein Problem als er noch tagsüber auf war, jetzt wird es aber eng, daß er keinen Dekubitus bekommt am Steiß und den Fersen. Die Beine habe ich jetzt immer mit Handtuchrollen etwas unterpolstert, damit sie frei liegen. Wurde dann erstmalig heute von einer Schwester gemacht. Man äußerte ihm gegenüber auch schon Bedenken, daß der Rücken "aufgehen" kann, darum soll er sich ab und zu mal auf die Seite legen: wie denn bitte!!!!!!!
Er soll dann mal schellen, damit er auf die Seite gelagert wird!! ich kann es nicht fassen, daß ein Patient deswegen schellen muß!!!
Also drückt mal alle fest die Daumen, daß ich so schnell wie möglich hier zu Hause alle Hilfsmittel bekomme, da muß er dann nämlich nicht schellen gelagert zu werden.
Mußte mir mal meinen Frust von der Seele schreiben, seid alle herzlich gegrüßt
und Kraftpakete an diejenigen von uns, die welche brauchen
Bärbel