Einzelnen Beitrag anzeigen
  #248  
Alt 04.06.2006, 00:22
nesthäkchen nesthäkchen ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 03.06.2006
Beiträge: 3
Standard AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????

Zum zehnten Mal versuche ich jetzt schon einen Anfang. Es ist schwer, in Worte zu fassen, was ich fühle. Zu erklären, was eigentlich unerklärlich ist. Ich möchte es trotzdem versuchen, denn ich weiß, ihr könnt mich vielleicht verstehen, weil es euch ähnlich geht. Meine Mama bekam vor 2 einhalb Jahren die Diagnose multipler Hirnmetastasen, nachdem wir eigentlich dachten, wir hätten mit der erfolgreichen Bekäpfung des Eierstockkrebses diese schreckliche Pest besiegt. Sie sagte "Ich bin froh, dass ihr Kinder schon so groß seid!" Ich bin nach draußen gelaufen, habe mich ins Auto gesetzt und nur geheult und geschrien "Ich bin noch klein, ich bin noch nicht groß, ich brauche Dich doch immernoch...!" Ich habe Eure Beiträge gelesen und meine Tränen wollten nicht aufhören. Es ist ein so großer Schmerz, wenn man feststellt, dass die Hoffnung stirbt. Es gibt dieses Sprichwort "die Hoffnung stirbt zuletzt" - aber die Ärzte haben aufgegeben, meine Mama wird seit Ostern immer schächer und langsam wird das Unvermeidliche auch meinen Schwestern (ich bin die Jüngste) und meinem Vater bewußt: es ist ein Abschied auf Raten. Seit letzter Woche hat meine Ma mich nicht mehr erkannt. Wenn ich Sie frage, wer ich bin, sagt Sie "Mmmmh, ich weiß es nicht...". Das tut weh!
Mein riesiger Halt und Trost ist, dass ich selbst vor 4 Monaten Mutter geworden bin. Mein Sohn und mein Mann geben mir soviel Kraft und laden meinen leeren Akku immerwieder auf!

Nesthäkchen
Mit Zitat antworten