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Alt 22.08.2006, 00:44
pippilangstrumpf pippilangstrumpf ist offline
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Standard AW: hirnmetastasen, wer hat erfahrung????

Hallo zusammen,

Auch ich bin noch immer da, und lese mit, auch wenn ich in den letzten Wochen keine Energie hatte, mitzuschreiben.

Dir, Gaby, möchte ich mein ganz herzliches Beileid zum Hinschied Deiner Mutter ausdrücken. Es tut so weh, einen geliebten Menschen gehen zu lassen, auch wenn man weiss, dass er nun von allen Schmerzen erlöst ist.

Mimmi, ich hoffe, dass Ihr eine gute Lösung für Deine Mama findet. Ich kenne das System in Deutschland nicht, und kann Dir insofern nicht viel weiterhelfen. Und ich kann Deine Mutter verstehen, dass halt Arbeiten auch Leben bedeutet, auch wenn es sie Unmengen an Energie kostet.

Und Iris, ich hoffe, dass Du Deine Kur so richtig geniessen kannst, Du hast es redlich verdient! Schön auch, dass sich Dein Bruder anscheinend ein bisschen mehr um Deine Ma kümmert, dann weiss er Deine Hingabe sicher auch besser zu schätzen!

Mein Vater wurde aus der Reha-Klinik entlassen und er ist jetzt in einem Hospiz in der Nähe von uns. Es ist ihm, in den Zeiten, in denen er wach ist, furchtbar langweilig, und ich fühle mich schuldig, dass ich nicht mehr dazu komme, ihn zu besuchen. Ich fühle mich auch schuldig, dass ich auf ein Hospiz in unserer Nähe bestanden habe, und nicht wo er früher wohnte, wo ihn seine Bekannten vielleicht öfters besucht hätten. Vielleicht...

Aber andererseits muss doch so vieles erledigt werden, und jedes Mal 400 km zu fahren für ein Arztgespräch, das kaum eine halbe Stunde dauert, war mir neben Studium und Familie wirklich zu viel. Könnt ihr dies verstehen?

Am meisten wurmt mich aber eben, dass das Hospiz nun meint, wir müssten uns trotzdem um einen Langzeitpflegeplatz kümmern, da er im Moment ziemlich stabil ist. Das würde dann heissen, dass er sich nochmals neu einleben und an neue Gesichter und Gepflogenheiten gewöhnen muss...

Ich fühle mich so schlecht, weil ich mir einfach wünsche, dass er nun gehen kann. Darf man einem Menschen den Tod wünschen? Was ist dies noch für ein Leben? Halbseitig gelähmt, vom Tumor zerfressen, und, was er seit seiner Kindheit, trotz seiner Gehbehinderung hat vermeiden können, von der Hilfe anderer angewiesen.
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