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Alt 29.08.2006, 02:15
Marion_Sch Marion_Sch ist offline
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Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo Ihr Lieben,

leider muss ich euch etwas trauriges sagen. Mein Papa ist gestern Abend (Sonntag) ganz friedlich mit einem Lächeln auf dem Gesicht eingeschlafen. Nachdem wir ihn letzten Montag mit nach Hause nehmen durften, hatte er noch ein paar schöne Tage bei uns, saß im Garten, hat sich alles im Haus nochmal angeschaut, Freunde empfangen...Er konnte sich von allen verabschieden und wir haben ihm seinen letzten Weg so angenehm wie möglich gemacht. Ich denke das ist uns auch gelungen.

Ich bin so traurig, dass ich jetzt ohne meinen Papa sein muss, aber auch erleichtert, weil er nicht mehr leidet und es ihm jetzt bestimmt gut geht, dort wo er jetzt ist.
Darum geht es mir auch soweit ganz gut, ab und zu Tränen, aber auch viele schöne Erinnerungen und das Gefühl, dass ich guten Gewissens weitermachen kann, weil ich weiß, dass mein Papa stolz auf mich ist.

Bestimmt werd ich noch oft sehr traurig sein, aber dann weiß ich, dass ich ganz wundervolle Menschen kenne, die immer für mich da sind
Ihr und meine Freunde zu Hause, gebt mir das Gefühl, dass ich nicht allein bin!

Denkt am Donnerstag an mich. Dann ist die Beerdigung und ich glaube, das wird richtig schwer für mich. Und dann werd ich versuchen nach vorne zu schauen und alle schönen Erinnerungen in meinem Herzen zu tragen. Denn genau das hat mein Papa gewollt
Einen besseren Vater hätte ich mir nicht wünschen können!!!!!!!!!!

Danke, dass Ihr da seid!

Ich melde mich in den nächsten Tagen wieder

Lieben Gruß Marion
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Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heisst.
Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.
(Sergio Bambaren)