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Alt 05.09.2006, 22:14
jf80 jf80 ist offline
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Standard AW: habe heute chemo-und strahlentherapie begonnen

Hallo liebe Bobbylee und Birgit4 und ihr alle!!!

Danke erstmal für die lieben Knuddelgrüße Birgit4, liebe Knuddels zurück an dich und an euch alle..
Ich wollt ja erstmal ein bissel was über mich schreiben:
Alles fing mit ein bisschen Blut im Stuhl an ( seit ca 1-2 Jahren), wobei ich immer dachte das es stressbedingt sei( bin selbst Arzthelferin: so gut wie nie Mittagspausen und viele , viele Überstunden) und bin deshalb nie zum Arzt gegangen.. im April/Mai 2006 wurde das ganze dann schlimmer.(mehr Blut wie Stuhl).. meine Kolleginnen sagten auch, dass es nur der Stress wäre ( mit Eltern hatte ich mich total zerstritten, dann der Umzug zu meinem Freund, zusätzlich noch der Stress auf Arbeit) oder eine Hämorride. Da ich ja sowieso im Juni Urlaub hatte machte sich da eine Untersuchung da am besten.. es dachte ja niemand das da was rauskommen würde.. also ich zur Gastroenterologin.. die Worte von Ihr werde ich nie vergessen: also ich denke da ist nichts, aber wir machen vorsichtshalber eine Koloskopie.. Tja das war der anfang aller Dinge.. dort wurde ich mit einem polypösen Rektumkarzinom im Anfangstad. nach Haus geschickt.. zur näh. Untersuchung ging ich dann ins Oskar Ziethen-KH in Berlin dort wurde dann festgestellt das es doch schon Stad. III ist, also genau: uT3 N0 M0.. und ich wurde gleichzeitig in die Berliner Rektum Studie Arm B eingeteilt ( das ist eine Studie der Berliner Charite und der Robert-Rössle-Klinik in Berlin Buch)
Arm B Heißt: 5 1/2 Wochen Chemotherapie mit 5 FU ( 7 Tages pumpe) mit parallelen Bestrahlungen, dann 4-6 Wochen pausieren, dann die OP und danach nochmal 12 Wochen Chemo.. wobei ich sagen muß den ersten Schritt hab ich fast überstanden.. meine Pumpe ist mir heut abgemacht worden ( ich hab gestrahlt wie ein Honigkuchepferd- jippy
und die Bestrahlung geht noch bis Freitag..
Aber die Diagnose war für alle ein totaler Schock.. es wollte am Anfang keiner glauben (und ich bekomm heut noch gesagt, wenn ich bei einem neuen Arzt auftauche, daß es für mein Alter total selten sei)
Ich hab an dem Tag der Diagnose nur geheult. Das erste mal habe ich darüber nachgedacht wie es ist zu sterben ( Tut es weh?, was macht meine Familie und mein Schatz wenn ich nicht mehr da bin?).. Dann wurde Familienkriegsrat abgehalten.. und seit dem weiß ich das ich es schaffe-- immer Schritt für Schritt.. und es sind alle für mich da, meine Familie ( mein großer Bruder und seine Freundin wohnen 3 min von mir entfernt und sind immer für mich da.. und mein 6 Monate alter Neffe der kleine Sonnenschein muntert mich immer wieder auf, mit meinem jüngeren Bruder telefonier ich täglich, meine Eltern, insbesondere meine Mutti würden das ich am liebsten wieder zu ihnen zurückzieh.. damit mich Mutti so richtig verwöhnen kann, und mein Schatz, ist so liebevoll zu mir, tröstet mich wenn es mir extrem schlecht geht.. er ist wirklich gold wert..)
so nun aber genug geschrieben.. ich hoff auch das es hope soweit gut geht.. ich hab ja die OP noch vor mir.. wie ist es eigentlich bei euch mit der Ernährung gewesen?? Alle geben mir immer gute Tipps, aber so richtig weiß ich immer noch nicht was nun gut für mich ist oder nicht...
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