AW: Alternative: Eierstöcke ontfernen statt Zoladex
Liebe Monja!
Du hast das alles durchaus richtig verstanden. Und auch deine Probleme und Fragen verstehe ich, hatte ich selber ähnlich. Ganz einfach noch einmal:
Zoladex oder Eierstockentfernung verhindern die Produktion von Östrogen in den Eierstöcken, wobei letztere natürlich irreversibel ist. Mit Zoladex kann man wieder aufhören, wenn einem die Nebenwirkungen zuviel werden...
Tamoxifen verhindert das Andocken der Hormone. Aromatasehemmer verhindern die Produktion von Östrogen außerhalb der Eierstöcke. Die Eierstockfunktion muss dafür ausgeschaltet sein (durch Eierstockentfernung oder Zoladex).
Um bei einem hormonabhängigen Brustkrebs wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man möglichst viel dafür tun, um keine Östrogene mehr ranzulassen. Die Gefahr ist nach 5 Jahren nicht gebannt. Es gibt die schlafenden Krebszellen (die natürlich nicht jede Frau hat), die irgendwann wieder erwachen (warum, weiß man nicht, kann auch nach 15 Jahren passieren) und dann mit entsprechendem Futter (Östrogen) gut wachsen können.
Was man nun alles mit sich machen lässt oder macht, hängt sicher von den Nebenwirkungen der einzelnen Therapien ab und die unterscheiden sich bei den Frauen doch erheblich.
Falls du einen Gendefekt hast, käme noch dazu, dass die Wahrscheinlichkeit an Eierstockkrebs zu erkranken erhöht ist - ein Grund mehr sich diese entfernen zu lassen. Eierstockkrebs wird in der Regel sehr spät erkannt und ist dann meist nicht mehr heilbar.
Eine Folge von der Tamoxifeneinnahme kann Gebärmutterkörperkrebs (nicht Gebärmutterhalskrebs) sein. Man sollte sich alle 3 Monate untersuchen lassen. Falls etwas Verdächtiges auftaucht, muss eine Ausschabung gemacht und das Gewebe pathologisch untersucht werden (ein Sichtbefund reicht da nicht). Diese Krebsart wird bei Einhaltung der regelmäßigen Untersuchungen früh genug erkannt und eine profilaktische Gebärmutterentfernung halte ich für übertrieben.
Ich selber habe lange über eine Eierstockentfernung nachgedacht und viele Meinungen eingeholt (habe ein "mittleres" Risiko der Wiedererkrankung), nachdem 5 Jahre Tamoxifen vorbei waren und meine Eierstöcke wieder ihre volle Aktivität spüren ließen (ich bin 45). Ich habe sie dann im Frühjahr entfernen lassen und habe es nicht bereut. Ich fühle mich nicht mehr so wie auf einem Pulverfass... Die Nebenwirkungen wie Hitzewalungen und Schlafstörungen sind da, auch scheint mein Stoffwechsel verlangsamt zu sein- ich muss sehr aufpassen, was und wieviel ich esse. Aber durch diese selbst auferlegte Disziplin habe ich noch nicht zugenommen... Ich bin zu einer Heilpraktikerin gegangen, die für mich Mischungen zusammengestellt hat (Tropfen) - meine Hitzewallungen und Schlafstörungen halten sich seit dem in Grenzen!
Der Eingriff selber ist bei mit völlig unproblematisch verlaufen. Ich habe es ambulant machen lassen und konnte nach wenigen Stunden wieder nach Hause. Außer Schulterschmerzen und leichtes Ziehen habe ich nichts gemerkt. Ich war 1 1/2 Wochen krankgeschrieben und danach wieder völlig fitt, konnte Sport treilben etc.
Ich hoffe ich habe dir etwas helfen können..
Nette
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