Hallo Christian,
tut mir sehr leid, dass deine Mutter sich noch zusätzlich mit solchen Problemen rumschlagen muss

!
Weißt du, in welcher Vene der Port lag?
Ich hatte von meinem ersten Port auch eine Thrombose, er musste dann entfernt werden. Als später wieder Therapie anstand, wollte ich einen neuen Port und habe mich informiert, wie das zu machen ist. Der erste lag in der Vena subclavia, die auch heute (nach 4 Jahren) noch dicht ist. Es bilden sich normalerweise Umgehungen, was man bei mir prima

an Hals und Oberkörper sieht.
Man kann bei einem neuen Port die Kammer wieder am Oberkörper legen, nur der Zugang muss in eine andere Vene gelegt werden. So wurde es dann bei mir gemacht, die Kammer liegt ein Stück weiter oben als die alte und der Zugang liegt in der Vena jugularis interna.
Man kann einen Port aber auch in der Leiste legen oder im Arm. Die Leiste wird, soweit ich weiß, nicht so gerne genommen, aber hier im Forum gibt es ein paar, die ihn im Arm haben und in der Reha habe ich auch jemanden kennengelernt, der damit sehr zufrieden war.
Spritzt deine Mutter denn gegen die Thrombose Blutverdünner? Ich musste damals ca 6 Monate spritzen, erst 2xtgl, dann nur noch 1x. Außerdem musste ich einen Armstrumpf zur Kompression tragen, weil der Arm von der Thrombose stark geschwollen war. Dadurch wurde sie überhaupt erst entdeckt.
Als der neue Port gelegt wurde, habe ich mich mit meinen Ärzten darauf geeinigt, prophylaktisch Heparin zu spritzen, was ich jetzt, nach 2 Jahren, immer noch mache. Als Krebspatient hat man ohnehin ein höheres Thromboserisiko und wenn man schon eine Thrombose hatte, ist man doppelt gefährdet. Toll finde ich die täglichen Spritzen zwar nicht, aber es ist immer noch das kleinere Übel, denn auf dem Port möchte ich nicht mehr verzichten!
Schmerzen hatte ich nach der Thrombose nur gering, hauptsächlich von der Spannung in dem geschwollenen Arm. Habt ihr mit den Ärzten mal darüber gesprochen?
Wo wohnt ihr denn? Ich bin zu einem Phlebologen (Venenarzt) gegangen, um mich beraten zu lassen wegen dem neuen Port.
Ich wünsche deiner Mutter (und dir natürlich auch) alles Gute!
Liebe Grüße,
Mony