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Alt 12.10.2006, 12:19
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Xella Xella ist offline
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Standard AW: Mammographie als Nachsorge

So, habe gerade mit der Krankenkasse telefoniert.

Dabei erfuhr ich folgendes:
Der Nachsorgeplan der deutschen Krebsstiftung sieht vor, dass die "kranke" Brust halbjährlich und die "gesunde" jährlich mammographiert wird. Jedoch ist es nicht zwangsläufig so, dass der Arzt sich daran halten muss, denn wenn nach Abtasten und Ultraschall nichts auffällig ist, dann muss nicht unbedingt eine Mammographie gemacht werden (das ist mir allerdings sehr unverständlich, da sich die 3 Untersuchungsarten ja ergänzen, wie Sonntagskind ja schon schrieb). Sobald der Arzt jedoch aus welchen Gründen auch immer eine Überweisung gibt, bezahlt die Krankenkasse das ohne wenn und aber!!!!

Bei meiner Mutter wurde der Krebs letztes Jahr weder durch Abtasten noch durch Ultraschall festgestellt, sondern nur durch die Mammographie (Zufallsbefund). Die AOK-Frau, die ich am Telefon hatte, meinte dass das schon als Grund ausreicht um die Mammographie gemäß dem Nachsorgeplan zu verordnen. D.h. wenn man eine Unsicherheit verspürt bei dem Gedanken daran, nicht alle Möglichkeiten (jedenfalls die, die vorgeschrieben sind) zur Nachsorge ausgeschöpft zu haben, dann ist das schon Grund genug. Und diesen Gedanken hätte doch jeder, oder? Selbst mich als Tochter und nicht als direkt Betroffene würde es total belasten.

Das gesamte Gespräch über habe ich versucht herauszufinden warum die Ärztin sich so quergestellt hat und dann kam die Erleuchtung!!!!

Die AOK-Frau meinte dann noch, dass die Ärtze ja nur ein bestimmtes Budget pro Quartal haben und dass die natürlich versuchen nicht drüber zu kommen und dass das wahrscheinlich der Grund ist warum die Ärztin keine Überweisung ausstellen wollte!

Da bin ich ja fast rückwärts vom Stuhl gefallen!

Bei so einer Krankheit kann ich nicht verstehen, wie die Ärzte da nur an Geld denken können!!! Ich hoffe, dass wir jetzt einen einfühlsameren Arzt finden.

Danke nochmal für alle Antworten!

Gruß, Alexandra.
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