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Alt 18.10.2006, 18:45
Kristina85 Kristina85 ist offline
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Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo Garnele!
Der ganze Alltag spielte sich nur noch so ab dass ich von der Arbeit oder Schule nachhause kam und dann die ganze Zeit bei meiner Mama war und mit ihr geredet hab oder einfach nur da war. Während dieser Zeit bin ich kaum irgendwo hingegangen, sondern ich habe natürlich auch zusammen mit meinem Pa und meinem Bruder versucht alles andere was so im Alltag anfällt zu erledigen. Das kann sehr schlimm werden vor allem wenn man immer in Angst lebt, dass die eigene Mama sterben könnte.
Deshalb kann ich die Gefühle von dir und von den anderen im Moment Betroffenen nur zu gut verstehen. Ich weíß einfach, wie man verzweifelt ist, aber leider nur danebenstehen kann und nichts dagegen machen kann.
Ich habe dann zwei oder drei Tage vor dem Tod meiner Ma dann schließlich erfahren von dem Arzt, dass es keine Heilung für meine Mama gibt, dennoch wollte ich es nicht glauben, obwohl ich gesehen habe, wie schlecht es meiner Mama ging.
Der Arzt sagte dann noch, dass man "Loslassen" muss, aber wie soll man das denn machen, wenn es um die eigene Mutter geht?
Nun ist es schon 5 Monate her seit dem Tod meiner Mama. Aber es kommt mir so vor, als sei es erst gestern gewesen und ich vermisse sie so sehr!!!

Na gut ich höre jetzt auf, wollte eigentlich auch gar nicht soviel schreiben, aber irgendwie musste ich es mir mal von der Seele schreiben.

Ich wünsche dir für die kommende Zeit die nötige Kraft um für deinen Vater da sein zu können.

Liebe Grüße
Kristina
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Jeder Tag ohne dich
wirft die Frage auf,
warum mußtest du gehen,
weshalb gerade du?

Geändert von Kristina85 (18.10.2006 um 18:48 Uhr)