AW: Meine Mam
Hallo, Daniela,
ich verstehe Dich und Deine Verzweiflung nur zu gut. Ich bin 35, meine Mama ist 56 und seit Juli 2006 wissen wir, das sie Brustkrebs hat und Metastasen im Knochenmark (Achsel-Lymphknoten sind auch befallen) sind. Sie hat jetzt 5 Chemos hinter sich und verträgt sie bis auf die trockenen Schleimhäute gut. Sie soll jetzt noch 3 Chemos bekommen und danach Hormone. Der schlimmste Tag meines Lebens war, als mich mein Papa weinend bei mir im Büro angerufen hat und mir sagte, dass die erste Chemo abgebrochen wurde, weil die Blutwerte so schlecht waren. Danach haben die Ärzte erste eine Knochenmarksbiopsie gemacht und dann kam das mit den Metastasen raus.
Mein Leben hat sich auch völlig verändert, wird nie mehr wie vorher werden, meinem Papa ging es auch ganz schlecht, mittlerweile etwas besser. Meine Mutter ist echt die Stärkste von allen. Wenn ich bei meinen Eltern bin, die Gott sei dank auch in Düsseldorf wohnen, merkst man mir nichts an aber zu Hause bin ich manchmal das heulende Elend. Wir wissen, dass der Krebs nicht heilbar ist - das ist wirklich eine Sch... krankheit.
Du kannst Deine Mama aber auch unterstützen, wenn Du nicht immer vor Ort sein kannst. Telefonieren, kleine Karten schicken, öfter mal mit einem Päckchen überraschen usw. Das hab ich vorher auch alles nie gemacht, da meinte ich immer, die Probleme, die ich so hatte, wären die Welt. Aber das ist alles nur Kleinkram. Sei einfach für sie da.
Ich wünsche Dir auch alles Gute und ganz viel Kraft.
anmarine
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