AW: maligne Leberfiliae re. Adnex
Liebe Annalycia,
Deine Berichte gleichen einem Horrorfilm, gleichwohl der Patient selbst ist die Hauptperson, Deine Oma entscheidet über ihr Leben. Sie hat Vertrauen, auch wenn es in Deinen Augen und so wie Du es uns schilderst auch in meinen Augen eine Katastrophe ist. Bedenke, vielleicht ist auch die Lebenszeit Deiner Oma begrenzt, wir Betroffenen müssen uns dieser Möglichkeit stellen, Deine Oma macht das auf ihre Weise, ..... ich möchte Dich nicht zurückbremsen, ich möchte Dir nur sagen, nutze die Zeit mit Deiner Oma, in der Protesthaltung (welche aus meiner Sicht richtig ist, aber nicht aus Sicht Deiner Oma) verlierst Du den Zugang zu Deiner Oma. So hart es klingt, aber vielleicht gibst Du den Kampf gegen die Windmühlen auf, um Zugang zu Deiner Oma zurückzugewinnen, sie kann nicht wollen, daß sie ihre liebgewonnene Enkeling gerade jetzt verliert. Sei vornehmlich für Deine Oma da, auch wenn die Ärzte Idioten sind, Deine Oma ist die Hauptperson, sie ist der Kapitän, der den Kurs bestimmt, und Du hast die Chance, sie bei dieser schweren Reise zu begleiten oder sie geht die Reise ohne Dich, Ihr beide würdet leiden und einander vermissen.
Sei mir bitte nicht böse für meine Worte, mir ist wichtig, daß Du Deine Oma nicht verlierst, obgleich sie noch lebt.
Ganz viel Kraft und ganz viel Liebe schenkt Dir
Jelly
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
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