AW: Adenoidzystisches Karzinom an der Ohrspeicheltrüse
Hallo und liebe Grüße an alle!
Das Wochenende mit meiner Mama war sehr schön. Allerdings macht ihr das komische Mundgefühl sehr zu schaffen. Sie hat das Gefühl, das wird immer schlimmer. Sie wird dabei richtig depressiv, weil sie irgendwie immernoch leise und manchmal lauter denkt, dass es nicht weg geht.
Ich glaube, dass es eventuell daran gelegen hat, dass wir das ganze Wochenende geredet haben, oder daran, dass das Gefühl im Mund langsam wieder kommt. Die Nerven melden sich auf sehr seltsame Weise ab und zu zurück. Manchmal zuckt es durch den Kiefer, dann kommt plötzlich ein bitterer Geschmack, dann ein saurer. Wenn sie etwas trinkt passiert das eine mal nichts und beim nächsten mal wird für einige Sekunden ganz viel Speichel produziert.
Ein Auf und Ab!
Wie ist das bei euch eigentlich mit der Zahnpflege? Man soll ja eigentlich nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen, aber wenn man am normalen Alltag teilnehmen möchte ist das schwierig.
Meine Mama möchte unbedingt ihr Zähne behalten und hält sich deshalb daran, aber sie würde auch gern unterwegs mal z.B. Kaffe trinken.
Wie handhabt ihr das?
Und wenn dies hier jemand liest, bei dem die Strahlentherapie schon länger zurück liegt, wäre es schön, wenn er oder sie mir mitteilen könnte, wie es bei ihr oder ihm war.
Wenn dieses Mundgefühl nicht wäre, ginge es meiner Mama schon wieder richtig gut. Körperlich ist sie topfit und der Geschmack ist auch schon wieder einigermaßen.
Hallo Wolff, Christiane und Andrea: Jeder arrangiert sich mit seiner Krankheit so, wie er/sie es kann und es für richtig hält. Es ist sicherlich gut, wenn man sie akzeptiert und damit zu leben lernt. Und das kann ja noch sehr lange sein.
Man kann dann auch nicht zu sehr enttäuscht werden.
Aber ich für meinen Teil glaube trotzdem daran, dass der Krebs bei meiner Mama nicht wiederkommt und für euch hatte und habe ich auch die Hoffnung, dass ihr den Krebs besiegt. Ich glaube da wirklich aus tiefstem Herzen dran.
Und wenn sogar der Onkologe sagt, dass bei meiner Mama gute Chancen auf Heilung bestehen, dann bestärkt mich das. Natürlich ist das keine Garantie.
Dass von den Nebenwirkungen ein Teil bleibt, also die Mundtrickenheit nicht ganz zurück geht, damit muss man wohl leben, aber ansonsten hoffe ich auf das Beste.
Hallo Nicki: Bei meiner Mama war es so, dass der Tumor nach innen gewachsen ist und deshalb zuerst gar nicht auffiel. Aber nach einer Zeit wurde er so groß, dass er auch äußerlich sichtbar wurde. Natürlich haben wir nicht erkannt, was es war. Das Gesicht sah einfach etwas schief aus. Ihr Hausarzt hat ca. 2 Jahre behauptet, es wäre normal. Menschen haben einfach zwei verschiedene Gesichtshälften. Irgendwann hat meine Mama dann den Zahnarzt gefragt, was er davon halte. Der hat sie zum Kieferchirurgen geschickt und so weiter. Es fiel nicht doll auf, aber es war schon sichtbar. Weh getan hat der Tumor nicht. Das ist normal für diese Art.
Hallo Andrea: Ich habe Dir die Daumen gedrückt. Ich hoffe, es hat gewirkt und Du wirst noch vor Weihnachten fertig.
Hallo Mimi:Zum Glück kein Krebs. Aber ein Gutes hatte der ganze Mist: Das Jetzt genießen!!! Das vergisst man leider immer wieder, besonders wenn man gesund ist. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und viel Spaß auf der Bühne!
Ich wünsche allen eine schöne Woche und dass ihr die Vorweihnachtszeit trotz aller Strapazen genießen könnt.
Kirstin
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