Techniken und Anweisungen zur mündlichen Testgrenzen-
findung
Auszug aus geheimen Anweisungen für konsequente Ärzte
Vor dem Beginn des Test machen Sie dem Patienten klar, daß seine gesamte Berufslaufbahn von der Heilung seiner Erkrankung abhängen kann. Betonen Sie die Wichtigkeit der persönlichen Testgrenze. Lassen Sie ihm von Anfang an keinen Zweifel.
Geben Sie Ihre schwierigste Frage zuerst. Dies ist äußerst wichtig. Wenn die erste Frage hinreichend schwierig oder kompliziert ist, wird er zu verwirrt sein um nachfolgende Fragen zu beantworten, egal, wie einfach diese auch sein mögen.
Wenn Sie sich an den Patienten wenden, seien Sie reserviert und streng. Im Gegensatz dazu unterhalten Sie sich fröhlich mit den anderen Ärzten. Ein äußerst wirksames Mittel ist es, zu den anderen Ärzten witzige Bemerkungen über die Krankheiten des armen Krebsschwein zu machen und Kommentare, die so gewählt sind, als ob er gar nicht im Raume anwesend wäre.
Lassen Sie ihn jedes Wehwehchen auf Ihre Weise beantworten, besonders wenn Ihre Weise nur für Eingeweihte verständlich ist. Stellen Sie ihn dauernd unter Druck. Geben Sie bei jeder Frage viele Einschränkungen und Spezialfälle an. Die Idee dabei ist, ein an sich einfaches Problem zu komplizieren.
Wenn sich der Patient in einen trivialen Fehler verrannt hat, dann helfen Sie ihm nicht heraus sondern lassen Sie ihn rätseln. Wenn er seinen Irrtum erkennt, jedoch knapp bevor er die Möglichkeit hat, diesen zu erklären, verbessern Sie ihn mit scharfen Worten. Diese Taktik verlangt ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen und ist nur durch Übung zu perfektionieren.
Wenn sich der Kranke in einer tiefen Klemme befindet, dann führen Sie ihn nicht heraus. Statt dessen seufzen Sie und wechseln Sie das Thema.
Stellen Sie dem armenTrottel unfreundliche Frage wie etwa: "Haben Sie das nicht schon im Internet gelernt?" oder: "Gestern hab ich das meiner vierjährigen Tochter erklärt, sie hat es augenblicklich verstanden, und was ist mit Ihnen?"
Lassen Sie ihn niemals Fragen zur Klärung stellen. Wiederholen Sie niemals eigene Formulierung des Problems. Befehlen Sie dem Krebs-Hinak barsch, nicht laut zu denken; was man hören möchte sind antworten.
Alle paar Minuten frage man den Patienten warum er nervös sei. Ätzende Bemerkungen verschärfen die Situation, besonders defätistische Bemerkungen müssen würdevoll mit einem sarkastischem Unterton vorgetragen werden. Beispiel: "Sehen Sie den Baum da vor dem Fenster? Seine Blätter sind grün. Eine Fortsetzung des Patientengesprächs bei roter Blätterfärbung könnte Ihrer Phantasie bei der Beantwortung der Fragen sicher auf die Sprünge helfen!"
Tragen Sie dunkle Sonnenbrillen, das entnervt.
Beendigen Sie die Gespräch, indem Sie dem Patienten mitteilen: "Rufen Sie uns nicht an, wir werden Ihnen Bescheid geben."
Sobald der Patient die Tür hinter sich geschlossen hat, lautstark zu Lachen beginnen! Dies vermittelt dem armen Würstchen, der es garantiert noch mitbekommen wird (laut!), das Gefühl des totalen Versagens seinerseits und gibt ihm vollends den Rest!
R