Hallo an euch Lieben,
bin Samstag wieder nach Hause gefahren. Wir hatten Freitag das Gespräch mit Onkologen und Radiologen. Es war das erste mal, dass ich die Ärzte als total nett und mit Herz empfand. Sie haben Papa genau erklärt, was er hat, um das Brustbein herum wären die Lymphmetastasen gewesen, welche entfernt wurden. Jetzt folgt ab dem 28 Juni 4 Monate Chemo (Cisplatin und Vinorelbine ? wer kennt das?), danach 5 Wochen, jeweils mo bis fr Strahlen. Die Nebenwirkungen will ich gar nicht mehr erwähnen. Papa ist sehr sehr schwach und hat keinen Hunger. Er will es schaffen, aber aus seinen Augen schaut die selbe Angst, wie sie mir bei meiner Schwester vor 3 Jahren entgegengekommen ist. Ich glaube, ich will dass er es schafft, habe aber noch keine Vorstellung was während dieser Zeit auf ihn bzw. uns alle zukommen wird.
Der Abschied ist mir Samstag Hammerschwer gefallen, ich habe die ganze Zeit im Auto geweint. Ich würde gerne noch mehr tun, aber ich kann nicht mehr als ich schon tue. Ich kam heim, leeres Haus, die Kinder bei ihrem Vater, ich bin in ein Loch gefallen und fühlte mich unbeschreiblich alleine. Ich hätte gerne eine Schulter an der ich mich ausweinen könnte.....
Ich habe Sonntag Geburtstag. Erst wollte ich nicht feiern, aber letztes Jahr war der Tag nicht schön und ich sage mir, es kann so viel passieren unddeswegen mache ich jetzt eine kleine Party.
LG an alle
Sonja