Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2546  
Alt 15.06.2007, 09:45
Benutzerbild von Tato
Tato Tato ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 03.09.2005
Beiträge: 142
Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo ihr beiden,

ich stehe immer noch unter Schock. Meinen Freund nimmt es im Moment mehr mit, als mich, da er das wohl schon eher realisiert hat.
Wir waren nicht bei ihr, als sie verstorben ist. Wir waren am Tag zuvor zweimal bei ihr, auch abends noch mal, weil sie Nachmittags so unruhig war. Dann hatte sie Morphium bekommen und wurde ruhig. Abends hat sie dann fest geschlafen.

Was die Prognose anging: Wir lagen immer genau richtig. Mein Freund und ich haben immer Vermutungen aufgestellt und die traf es genau. Meinem Vater hingegen werfe ich vor, dass er das nicht gesehen hat. Er meinte "ich bin doch kein Arzt, du hättest mir bescheid sagen müssen... *vorwurf*" - danke, ich denke er ist alt genug und er hätte sich kümmern müssen, egal ob 2 Wochen oder 2 Monate...

Die Trauerfeier werde ich selbst organisieren. Ich habe meine Vorstellungen (da sie anscheinend keine hatte) und das schon länger geplant. Das hört sich mal wieder recht kalt an, aber es hat mir geholfen - und es hilft mir jetzt, da ich schon weiß, was ich will.
Mein Vater hat zwar (jetzt, nachdem es zu spät ist) seine Hilfe angeboten, aber er soll mir da jetzt nicht mehr reinfuschen...
Wir fahren heute zum Institut und werden alles noch einmal durchsprechen. Es wird keine Feier in einer Kapelle geben, da ich mich bei 5 Leuten (mit mir) insgesamt dort sehr unwohl fühle. Aber trotzdem wird es hoffentlich eine "schöne" Feier werden.

Mein Freund begleitet mich zum Glück auf allen Wegen und ist mir eine sehr sehr große Stütze.

LG
Tanja