Hallo Gabi,
also wir haben inzwischen eine Grabstelle ausgesucht (bisher wurde es immer so gehandhabt, dass man es dem Zufall überlässt

), Blumenschmuck organisiert (bisher gab es immer schnell vergängliche Kränze, jetzt eine haltbare große Pflanzschale), die selbstgemachten Trauerkarten sind raus, der Ablauf ist geklärt und heute waren wir beim Redner.
Mein Vater macht mir das Leben schwer. Er wirft mir alles mögliche vor... ich hätte ihn anrufen sollen, ich melde mich zu wenig, ich solle mal über alles nachdenken, solle nicht so frech sein, ich wollte seine Hilfe ja nicht annehmen, ich habe ihm verboten, sich um sie zu kümmern (weil sie sich anfangs - vor 2 Jahren - noch Hoffnung gemacht hat) etc.
Hinzu kommt eine weniger freundliche Auseinandersetzung, weil ich seinen Namen nicht auf die Trauerkarten geschrieben habe... Ich habe die selbst gedruckt und bisher fanden die alle traurig-schön. Auch der Redner fand sie klasse. Aber sein Name darauf wäre da völlig fehl am Platz...
Alleine, solch ein Telefonat am Todestag und am Tag danach zu führen ist total daneben. Er sieht aber seine eigenen Fehler nicht ein.
Auch der Redner (eher in der psychologischen Ecke anzusiedeln, als im Bestattungsgewerbe) hat schnell verstanden, wie er ihn zu nehmen hat.
Die Frau vom Bestattungsinstitut hat bisher noch keinen Angehörigen mit einer solch guten Vorbereitung erlebt... Wie man oben lesen kann, habe ich bewusst von familiären "Traditionen" (naja, eher Lieblosigkeiten) Abstand genommen.
Mein Onkel wird sich wohl weiter im Urlaub erholen...
Ich bin immer noch unglaublich gefasst. Ich denke, dass ich es bereits zuvor verarbeitet habe - es war ja seit Wochen / Monaten absehbar und vermute beinahe, dass eine echte Trauerphase gar nicht kommen wird.
Die Beisetzung findet am Dienstag statt. Das wird bestimmt noch einmal hart werden...
LG
Tanja