AW: Behandlung von Lebermetastasen
hallo ihr alle,
habe heute das forum gefunden und mit großem interesse die berichte gelesen, nicht alle, aber viele. auf der einen art ist es beruhigend zu wissen, dass man nicht allein ist, auf der anderen seite ist es aber auch sehr schmerzlich. meine geschichte: ich habe vor 2 tagen von meiner mama erfahren, dass sie eine lebenserwartung von nicht mal mehr bis ende des jahres hat. seit 4 jahren leidet sie an brustkrebs, der metastasiert und ist nun auch in leber. sie ist vollkommen befallen und inoperabel. ihr bauch ist angeschwollen, hart und schmerzhaft. sie hat unheimliche schmerzen im gesamten körper, bekommt hohen dosen an schmerzmittel. im august würde sie 51 werden, lang ist es nicht mehr hin, aber wie ich sie so heut im krankenbett gesehen habe, so uns unbeholfen und überall gelb am körper, da schwindet mir jede hoffnung. sie hatte 2 ziele: sie wollte noch unbedingt 50 werden - das hat sie geschafft - und sie wollte noch oma werden - ich bin gerade hochschwanger im neunten monat... ich hoffe sehr dass sie ihr enkelchen noch sehen kann... es ist für mich eine sehr schwierige situation... auf der einen seite targe ich neues leben in mir, auf der anderen seite boin ich gezwungen abschied von meiner mama zu nehmen... wenn ich nur daran denke, dass ich nicht mehr lange mein allererstes gesprochenes wort MAMA zu ihr sagen kann und eine antwort ausbleibt... mir wird ganz übel.... viele von euch werden das gefühl kennen... ich habe hier von vielen therapievarianten gelesen, weiß aber nicht was wirklich noch sinn hat? oder ist es manchmal eben doch besser einen geliebten menschen in würde gehen zu lassen? mal sehen was der behandelnde arzt morgen zu sagen hat... und wenn wirklich nix mehr geht, dann holen wir sie nach hause, unsere familie hält da wirklich gut zusammen, damit sie in gewohnter umgebung sein kann. es ist sehr befreiend hier seine geschichte und gedanken hinterlassen zu können, zu wissen dass man hier noch eher verstanden wird als "draußen". ich wünsche all denen kraft die sie brauchen... anja
|