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Alt 11.09.2007, 18:07
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Linnea Linnea ist offline
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Registriert seit: 18.07.2007
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Standard AW: Erfahrungsaustausch

Liebe Sabine, liebe Mosi,

Ihr habt natürlich recht: es ist kein Problem, Psychotherapie zu bekommen als Krebspatient. Mein Problem ist eher, daß ich sie weiterhin bei diesem netten Menschen machen möchte. Und da ich da bisher nicht wegen Krebs im allgemeinen, sondern wegen meines "psychotraumatischen Therapieerlebnisses" bei meiner ersten Horror-Chemo war, ist dieses erste Rezept jetzt abgelaufen (das meinte ich mit "Notfallstatus").

Mein patenter Hausarzt hatte mich ja bei diesem Therapeuten untergebracht, weil er wußte, daß dieser auch viele Krebspatienten betreut. Außerdem scheinen die beiden sich gut zu kennen oder sogar befreundet zu sein.

Jedenfalls sagte mir der Therapeut gleich, daß er so eine Intensivtherapie nur zeitlich hinbekomme, weil in Thüringen noch Ferien und ein paar von seinen Stammpatienten im Urlaub seien. Sonst sei er eigentlich voll ausgelastet (Klar, das haben natürlich auch schon andere gemerkt, daß dieser Mann sehr fähig ist...)

Bei meinem letzten Gespräch mit ihm meinte er, es sähe zeitlich erstmal schlecht aus, aber ich hatte trotzdem den Eindruck, daß er sich irgendwie rumkriegen lassen würde, zumal er mich ja jetzt schon kennt. Ich nutze sowas ungerne aus, aber in diesem Fall liegt mir wirklich sehr viel daran...

In der letzten Woche habe ich ein paarmal erfolglos versucht, ihn telefonisch zu erreichen - in den berühmten 10 Minuten vor der vollen Stunde, die Psychotherapeuten zwischen ihren Sitzungen ereichbar sind, war ständig besetzt. Ich muß es einfach wieder probieren.... Ich hoffe, daß ich doch noch irgendwie bei ihm unterkomme - dann dürfte es da auch keine zeitliche Begrenzung mehr geben...

Außerdem habe ich morgen noch einen Termin beim Hausarzt. Vielleicht kann der sich auch nochmal dahinterklemmen...

Viele liebe Grüße
Eure Linnea

PS: Liebe Mosi, ja das Buch habe ich auf Christines Empfehlung hin bereits gelesen. Außerdem habe ich mit meinem Psychotherapeuten in Vorbereitung auf meine zweite Chemo kräftig visualieren geübt, und diese Techniken haben sich während der Chemo sehr bewährt - mir jedenfalls hilft das sehr, ich habe im Grunde während die Infusion lief nichts anderes gemacht...
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat.
Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung.
- Christine Busta -

Geändert von Linnea (11.09.2007 um 18:16 Uhr)
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