AW: Erfahrungsaustausch
Hallo Ihr Lieben,
heute war ich bei meinem Hausarzt und stehe nun da mit einer guten und einer schlechten Nachricht:
Gut ist, daß mein Hausarzt meinen Psychotherapeuten wieder für mich eingespannt hat. Darüber bin ich sehr, sehr froh! (Und jetzt brauche ich ihn wahrscheinlich mehr denn je)
Schlecht ist, daß er eine schmerzlose Lymphknotenverdickung an meiner rechten Halsseite entdeckt hat, die ihm nicht gefällt. Ich, die ich nur die Vermeidung irgendwelcher Infekte im Kopf hatte, habe ihm noch freudig erzählt, daß das gar nicht wehtut... bis bei mir der Groschen gefallen ist. Jedenfalls meinte er, es solle noch vor der nächsten Chemo eine Lymphknotenentnahme stattfinden, Blutwerte müßten warten, weil sie momentan nicht aussagekräftig wären. Dann hat er noch etwas erzählt von Beckenkammbiopsie, aber das ist erstmal an mir vorbeigerauscht...
Ich kann es überhaupt nicht fassen: Im Moment schleudert es mich gefühlsmäßig immer nur hin und her zwischen "nein, ich will keinen zweiten Krebs!!!" und "da wird schon nichts sein, der Mann hat einfach beruflich zuviel mit Krebspatienten zu tun und vermutet nun hinter jedem Knubbel einen Lymphdrüsenkrebs" - ist denn so ein Wahnsinn zu begreifen? Ich dachte seit der zweiten Chemo: "so jetzt geht alles seinen Gang wie es sich gehört und irgendwann bin ich da durch..." Aber jetzt bin ich wirklich kurz vor dem Durchdrehen, mir ist nach Schreien, das Heulen kommt nicht raus, ist wie schockgefrostet...
Drückt Ihr mir die Daumen, daß an der ganzen Geschichte nichts dran ist?
Ach ja, und wenn Ihr irgendwo einen frei herumlaufenden Krebs trefft, dann sagt ihm, zu mir braucht er gar nicht erst kommen, ich sammle die Dinger NICHT!
Eure gefühlsmäßig total verwirrte Linnea
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Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat.
Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung.
- Christine Busta -
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