AW: Brauche euren Rat
Hallo Ilane,
ich bin 33 Jahre alt und hatte bei Diagnosestellung am 4.5.07 gerade einen neuen Job angefangen, war genau 2,5 Tage arbeiten. Ich war natürlich ziemlich verzweifelt, so wie Du, vor allem nachdem mir die Krebsliga mitteilte, dass man mich trotzdem ganz normal kündigen könne (hab 2 Monate Probezeit). Mein Chef hat damals in dem Gespräch gesagt "wir freuen uns über jeden Tag, den sie arbeiten kommen". Seitdem war ich 1 Woche krank (komplettes Staging, 2 OPs, erste Chemo) und fehle alle 3 Wochen 2 Tage (Chemo). Mir wurde nicht gekündigt, meine Kollegen und Vorgesetzten gehen sehr verständnisvoll mit mir um und unterstützen mich und jetzt werde ich evtl. demnächst befördert. Ich habe von Anfang an immer alles offen kommuniziert und abgesprochen, so wurde die Krankheit, mein Einsatz und die Planung für alle anderen transparent. Z.B. werde ich während der Bestrahlung auf 50% reduzieren und den bestmöglichen Arbeitseinsatz mit meinen Kollegen besprechen.
Zum privaten: mein Mann war auch völlig entsetzt über die Diagnose und hat alles an Literatur verschlungen was er finden konnte. Wir sind jetzt 3,5 Jahre zusammen und haben 3 Wochen nach Diagnosestellung geheiratet. Und dass, obwohl er der grösste Freiheitskrieger überhaupt ist.
Ich habe die Erfahrung gemacht dass man, wenn man die Krankheit offen kommuniziert, am Besten fährt. Aber das ist jedem selbst überlassen.
Wünsche Dir alles Gute!
lieben Gruss,
K.
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