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Alt 26.09.2007, 07:37
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Erle Erle ist offline
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Registriert seit: 10.03.2006
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Standard AW: Behandlung von Lebermetastasen

Guten Morgen Ihr Lieben,
habe eben meinen kleinen Azubi aus dem Haus gescheucht und nun Zeit und Kraft (und leeeecker Kaffee), um mich Euch ein bißchen zu widmen.

Wir werden gleich mal in unser "Stammkrankenhaus" fahren, hier um die Ecke. Einmal wegen der Laborwerte (Gott sei Dank hat der Hausarzt Urlaub *flöööt*) und dann will Alfred sich gleich untersuchen lassen, weil dieses dumpfe Druckgefühl in der Magengegend nicht abnimmt. Es belastet ihn sehr, immer noch gehts ihm mies, er ist schlapp, k.o., einfach elend fertig. Diese graue Farbe im Gesicht.... gleichzeitig sprießt der Bart wieder ein bißchen, er sieht im Augenblick schon arg krank und regelrecht "verwildert" aus.
Das nächste CT soll am 22.10. gemacht werden, zum einen, weil natürlich die Reaktion der Metas kontrolliert wird, zum anderen wird nachgeschaut, ob die Embo-Flüssigkeit sich "aufgelöst" hat. Wenn dem so ist, ist eigentlich geplant, sofort am nächsten Tag wieder ins KH und die Prozedur erneut über sich ergehen lassen. Aber da streiken wir beide, haben wir schon gesagt. Wir wollen doch einen Woche später nach Berlin, mein Geburtstagsgeschenk liegt ja an, 3 Tage Berlin vom 29.-31.10. Und er kann unmöglich Samstags aus dem KH kommen und Mo nach Berlin fahren.... wenn es ihm da so ergeht wie jetzt... haueha...
Wir werden am 22.10. mal in aller Ruhe mit den Ärzten reden. Ich bin ja leider Freitag, als er entlassen wurde, nicht mehr dazu gekommen....

Dass die Stimmung wesentlich besser ist, kann ich kaum behaupten. Die Annäherung geht diesmal in Gänsefüssschen, aber immerhin, sie geht.
Die Stimmung auf der Arbeit war auch so zweigeteilt, es zerrt so ziemlich alles an meinem Nervenkostüm.
Jedenfalls hab ich meinem Chef gesagt, dass ich möglicherweise im Laufe des Vormittags heim muss, weil es meinem Mann so mies geht. Er hat mich dann erstmal für eine Woche aus dem Dienstplan rausgeschrieben. Das erleichtert mich natürlich ungemein.... wenn es auch mal wieder einige Nachteile hat. Zum einen weiß ich, dass die anderen beiden mehr ran müssen, das belastet mich schon, die haben ja schließlich auch beide 3 Kinder und ne Menge um die Ohren, zum andern---- keine Arbeit--- kein Geld. Ich gehe ja nicht auf Steuerkarte, und auch wenn es mir gesetzlich zusteht (Lohnfortzahlung bei Krankheit, bezahlter Urlaub), da drückt sich jeder Chef in der Gastronomie drum.
Ich war aber trotz allem erleichtert, dass ich eine Woche frei machen konnte, ich brauche das ehrlich. Nur--- jetzt war mein Mann sauer, eben weil wir ja das Geld auch gut brauchen können. Da flossen bei mir gleich wieder die Tränen und ich sagte ihm gesagt, ob er mal daran denken könne, dass die Doppelbelastung über meine Kraft gehe, er möge doch bitte nicht so viel von mir verlangen und erwarten. Naja, wir werden wohl in den nächsten Tagen mal in aller Ruhe miteinander reden. Wir kriegen das schon hin.
Ja, ihr habt ja recht, wir sind ein Dreamteam und das wird auch so bleiben. Es ist nun mal eine schlimme Situation, nachdem es soooo viele Wochen gesundheitlich prächtig mit ihm ging. Ist deshalb einfach schwierig zu händeln, das Ganze. Aber wir kriegen das hin, basta.

So, zu den einzelen Antworten jetzt mal lieber ein extra Posting, gestern hatte das Forum ja nicht nur bei mir Mucken, wie ich lesen konnte. Ehe hier also wieder das Chaos ausbricht und das Forum mich rauswirft, schicke ich das Posting ab.
Alles alles Liebe für Euch, ich bin echt dankbar, dass es Euch gibt. Dicker Knuddler Erle
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