Hallo Mädels,
ich weiß, ihr wartet schon drauf und darum werde ich jetzt schonmal einen ersten Urlaubsbericht abliefern.
Ihr wißt ja, daß wir seit vielen Jahren immer nach Absberg fahren, das liegt im Fränkischen Seenland am Brombachsee, ungefähr 50 Km südwestlich von Nürnberg.
Die Seen im Fränkischen Seenland sind alle künstlich angelegt, es sind alles Stauseen, mit dem Wasser wird das wasserarme Gebiet jenseits der Europäischen Hauptwasserscheide versorgt.
Es gibt den Kleinen Brombachsee, den Großen Brombachsee, den Igelsbachsee (diese 3 Seen sind miteinander verbunden und nur durch Stauwehre voneinander getrennt). An diesen 3 Seen ligt Absberg, etwas oberhalb.
Es gibt dann noch den Altmühlsee, der durch den Altmühlüberleiter mit dem Brombachsee verbunden ist. Der Altmühlsee liegt auf der anderen Seite der Europäischen Hauptwasserscheide und der Altmühlüberleiter transportiert das Wasser durch den Berg. Der Kanal wurde durch den Berg getrieben.
Durch das Anlegen dieser Stauseen ist dort ein Wassersportgebiet entstanden und man kann in den Seen baden. Wenn es warm ist, kommt man sich vor wie am Mittelmeer.
Wir haben diesen Urlaubsort durch Zufall entdeckt. Als mein Mann und ich im Mai 1998 geheiratet haben, hat uns seine Cousine eine Woche Aufenthalt in ihrer Ferienwohnung in Absberg geschenkt. Wir wußten bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, daß sie eine Ferienwohnung besitzt. Sie wohnt in München, das liegt etwa 150 Km von Absberg entfernt.
Wir haben unseren Geschenkgutschein im Mai 2000 eingelöst und waren da zum ersten Mal in Absberg. Mein Mann war allerdings schon 1998 gemeinsam mit seiner Mutter ein paar Tage dort gewesen.
Es waren herrliche Tage bei wunderbarem Wetter und so war klar, daß wir dort wieder hinfahren würden. Tja, und das haben wir dann jedes Jahr getan, im Jahr 2003 waren wir sogar einmal im Frühjahr und einmal im Herbst dort.
Wir fahren immer Ende September/Anfang Oktober dorthin, weil in der Zeit das Oktoberfest in München ist und der Cannstatter Wasen in Stuttgart. Dann fahren wir immer von Absberg dorthin.
Mittlerweile wohnen wir nicht mehr in der Ferienwohnung von Michaels Cousine, weil sie ihre Fewo oft ganzjährig vermietet. Wir haben uns im Ort eine andere Fewo gesucht und die hat ein paar Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte.
Zum einen wohnen die Vermieter im gleichen Haus, was sehr angenehm ist. Ich muß die Fewo nicht putzen, wenn wir abreisen. Außerdem gibt es eine Spülmaschine. Was für eine Wohltat!
Davon abgesehen, ist die Wohnung noch viel größer. Es gibt 3 Schlafzimmer und Bad und WC sind voneinander getrennt. Und außerdem hat man ein wenig Seeblick. Das war bei der Wohnung von Michaels Cousine nicht gegeben.
So, und nun aber zu unserem diesjährigen Urlaub.
Seit meiner Krankheit im vergangenen Jahr sind wir auf die Idee gekommen, die etwa 500 Kilometer in 2 Tagen zu fahren und irgendwo zu übernachten. Das ist sehr angenehm.
In diesem Jahr haben wir das also auch wieder so gemacht. Klar, man könnte 500 Kilometer gut in einem Tag fahren, zumal wir uns ja abwechseln. Aber wir fahren viel lieber immer mal von der Autobahn runter und genießen die Natur.
Mein Mann hat einen Schulfreund in Wenighösbach, das liegt nahe bei Aschaffenburg, also etwa die Hälfte der Strecke (na ja, etwas weniger!) Im letzten Jahr haben wir dort ein Zimmer in einem Gasthof genommen und mit dem Freund und seiner Frau einen schönen Abend verbracht.
Das haben wir in diesem Jahr genauso gemacht, haben ein Zimmer gebucht und sind am Donnerstag, 20. September von Düsseldorf gestartet. Eigentlich hätten wir uns gewünscht, so zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr loszufahren. Aber das klappt ja nur selten bei uns!

Als wir abfuhren war es 12.00 Uhr!
Das Wetter war wunderbar, Wolken und ein bißchen Sonne, trocken und nicht zu warm. Optimales Reisewetter!
Erstmal ging es über die Autobahn nach Frankfurt zum Flughafen. Wohin denn sonst? Um 14.30 Uhr waren wir dort. Die Fahrt hatte gut funktioniert, staufrei.
Seit einigen Wochen ist die Besucherterrasse auf Terminal 2 wieder geöffnet und da wollten wir hin. Der Eintritt kostet 4 EUR, für Behinderte 2,50 EUR. Man muß durch eine Sicherheitskontrolle, genauso als würde man fliegen. Flüssigkeiten jeglicher Art sind verboten. Man muß seine Hosentaschen komplett entleeren, sogar benutzte Taschentücher muß man zum Durchleuchten in die Kiste legen.

Ich habe gedacht, ich spinne und fand das auch ziemlich unhygienisch.
Außerdem habe ich mich mit der Sicherheitsfrau ein bißchen rumgestritten, die mich mit dem Sensor "abgetastet" hat. Die war ziemlich unfreundlich und unverschämt! Grrrrr!
Der Hit ist dann folgender: also 4 EUR Eintritt ist ja schon heftig! Die Terrasse schließt bereits um 17.00 Uhr - letzter Einlaß 16.30 Uhr! Flüssigkeiten darf man nicht mitnehmen, aber es gibt auf der ganzen riesigen Terrasse keine Möglichkeit, Getränke zu kaufen!

Nicht mal ein Getränke-Automat wurde aufgestellt. Was für ein Service! Die 4 EUR werden also nur für die Sicherheitsvorkehrungen ausgegeben!?!?!
Außerdem: Wenn die Sonne scheint, ist man dieser schutzlos ausgeliefert, denn es gibt niergends Schatten. Und es gibt keinerlei Sitzgelegenheiten!!!!
Wenn man zur Toilette muß, dann muß man die Terrasse verlassen und geht durch die Sperre. Man kann mit der Eintrittskarte den ganzen Tag rein und raus. Aber wenn man von der Toilette kommt, muß man tatsächlich wieder durch die Sicherheitskontrolle!

Unglaublich, oder?
Nun ja, wir haben aber bei sehr guten Wetter, sehr viele schöne Flugzeuge gesehen.
Um 17.00 Uhr sind wir am Frankfurter Flughafen wieder abgefahren. Das Wetter war immer besser geworden, mittlerweile schien die Sonne vom fast wolkenlosen Himmel. Erstmal ging es noch ein Stück bei starkem Berufsverkehr über die Autobahn, aber nur bis Seligenstadt. Dort sind wir runter und nach Seligenstadt.
Das ist ein sehr schönes Städtchen mit einer sehr großen, imposanten und wohl auch berühmten Klosterkirche. Seligenstadt liegt direkt am Main, wir haben an der Promenade gesessen bei herrlichem Wetter und dann sind wir mit der Autofähre rüber auf die andere Seite. Gemütlich!
Und dann ging es durch den Spessart nach Wenighösbach. Wir sind da über die Berge gefahren, durch die herrliche Landschaft. Toll war's! Schon richtig Urlaub!
Um ca. 19.15 Uhr waren wir in unserem Gasthof in Wenighösbach, haben unser Zimmer bezogen und uns dann mit unseren Freunden im Gasthof zusammengesetzt, gemeinsam gegessen und gequatscht. Später sind wir noch mit zu ihnen gegangen und haben dort noch eine Weile zusammengesessen.
In diesem Jahr haben Michael und ich es tatsächlich geschafft, ein paar wichtige Dinge zu vergessen, die wir sonst immer mitnehmen in den Urlaub.
Auf der Autobahn fiel mir ein, daß ich das Kabel vergessen hatte, mit dem ich die Fotos von der Digicam aufs Notebook übertrage. Das Notebook hatten wir dabei!
Unsere Freunde hatten so ein Kabel übrig und haben es uns mitgegeben.
Im Gasthof in Wenighösbach fiel mir auf, daß wir unsere elektrische Zahnbürste vergessen hatten. Gut, daß wir auch immer "normale" Zahnbürsten dabei haben.
Später, als wir schon längst in Absberg waren, fiel meinem Mann auf, daß er seine langärmeligen Hemden komplett vergessen hatte! Wow!

Gut, daß er 2 Sweatshirts dabeihatte!
Wir haben in "unserem" Gasthof in Wenighösbach gut geschlafen und als wir morgens aufwachten, strahlte die Sonne wieder vom blauen Himmel. Nach einem guten Frühstück im Gasthof, sind wir um ca. 11.00 Uhr wieder losgefahren.
Jetzt ging es gar nicht mehr über die Autobahn. Wir sind durch den Main-Spessart gefahren. Es war einfach nur herrlich! Die Laubfärbung hat ja in diesem Jahr früher eingesetzt als sonst und es sah schon richtig ein bißchen herbstlich aus. Wir haben das so genossen.
Irgendwann ging's dann wieder runter an den Main und wir landeten in Marktheidenfeld. Dort hatten wir für die Rückfahrt im Hotel "Mainblick" ein Zimmer gebucht und wir haben dort auf der Terrasse in er Sonne am Main Kaffee getrunken und uns zeigen lassen, welches Zimmer wir 14 Tage später bewohnen würden.
Dann ging es weiter nach Wertheim am Main entlang und bei Wertheim mündet ja die Tauber in den Main und dort beginnt dann das Taubertal.
Wir lieben das Taubertal und die Romantische Straße, dort sind wir schon so oft gefahren und auch diesmal sind wir wieder von Wertheim aus durchs Taubertal nach Rothenburg o.d. Tauber gefahren. Es war einfach herrlich!
Das Wetter, das Tal, die Berge, die Wälder, die Laubfärbung!!!!!
Schöner kann es gar nicht sein!
Puh, es war ganz schön warm!

Darum haben wir dann in Lauda-Königshofen Pause gemacht. Und was glaubt ihr, was da war?

Kirmes!!!!!
Da wußten wir noch vom letzten Jahr. Also haben wir dort eine Pause gemacht, sind einmal über die wirklich kleine Kirmes gebummelt, die trotz ihrer geringen Größe sehr gute Fahrgeschäfte hat. Der Markt ist umso größer. Wir haben mal kurz geschaut und sind dann weitergefahren.
Von Rothenburg o.d. Tauber geht's dann über eine größere Bundesstraße weiter über Ansbach und Gunzenhausen nach Absberg. Wir waren gegen 18.00 Uhr dort! Endlich! Wir hatten unser Urlaubsziel erreicht.
Herzliche Begrüßung wie immr, gleich eine ganze Stiege Birnen aus dem eigenen Garten bekommen, ausgepackt, "unsere" Wohnung bezogen und die Neuerungen inspiziert. Es gibt ja immer wieder mal was Neues in der Wohnung.
Und dann ging's ab nach Enderndorf am Großen Brombachsee, wo wir in einem unserer Lieblingsrestaurants draußen auf der Terrasse mit Seeblick zu Abend gegessen haben.
So, das war der 1. Bericht von unserem Urlaub und in den nächsten Tagen kommt der nächste Bericht. Ich erzähle viel mehr als ich wollte, aber es macht mir großen Spaß.
Bis zum nächsten Bericht.
Liebe Grüße
Mosi-Bär