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Alt 07.11.2007, 14:35
Äpfelchen Äpfelchen ist offline
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Standard AW: Hodgkin - mein neuestes Sammlerstück

Liebe Birgit,

natürlich sollen Kinder Verantwortung übernehmen, altersgerecht. Auf einen Hasen oder ein anderes Haustier aufzupassen ist pädagogisch sinnvoll und dieser Anforderung kann ein Kind auch gerecht werden.
Jedoch auf einen erwachsenen Menschen aufzupassen wen man erst 9 Jahre alt ist, finde ich mehr als grenzwertig. Und ja, ich finde eine psychologische Begleitung sehr hilfreich.
Mein Hausarzt sagte mir bei Diagnosestellung, dass es angebracht wäre über eine prof. Begleitung nachzudenken für meine Kinder (28,26,15). Wenn ein Elternteil eine lebensbedrohliche Krankheit hat, dann erschüttert das die Kinder bis ins Mark.
Wenn dann dieses Elternteil tatsächlich verstirbt, ist das kaum zu fassen.
Verlustangst ist das Thema.

Wenn ich richtig gelesen habe, hast Du schon erwachsene Kinder, vielleicht ist es da nicht nötig, keine Ahnung. Falsch wäre es sicher nicht.
Denn wir Kranken besprechen nicht wirklich alles mit der Familie, in erster Linie um sie zu schonen. Ich abe auch gute Freunde und meine Familie sieht nach mir, bis auf meine Jüngste macht da keiner Therapie, aber die Kleine wäre beinah unter die Räder gekommen.
Muss jeder selbst für sich entscheiden.

Nur Kinder (ich meine wirklich Kinder keine erw. Kinder) die brauchen sicherlich eine Unterstützung. Und ich finde halt, eine 9jährige sollte nach diesem traumatischen Erlebnis eher das Gefühl bekommen "ich muss mich nicht um meinen Papa sorgen, ich bin geschützt".
Denn die Sorge um den Papa entspringt ja m.E. aus einer Verlustangst.
Ein großes Thema.

Alles Liebe
Beate
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