Liebe Linnea,
ja, ich habe jemanden der mich begleitet, allen voran mein Mann.

Nur der Arme wird sicherlich, vor allen Dingen während der Op mehr leiden müssen, je nachdem wie lange diese dauert. Ich selbst bekomme ja von alledem nichts mit, da ich unter Narkose liegen werde.
Ja, das finde ich auch so toll an und in diesem Forum, man ist selbst betroffen von der Krankheit, den Ängsten und Sorgen, aber man spendet Mut und Kraft, kann sich hinein versetzen in die Probleme der Anderen. Aber mal ehrlich, wer sonst sollte das sonst können außer wir hier????
Andere, die nicht betroffen sind, also weder selbst noch aufgrund von Angehörigen, sind zwar geschockt und vielleicht traurig, aber sie können nicht wirklich nachvollziehen, was es bedeutet oder? Es ist etwas komplett anderes irgendwie, weil das Leben sich eben irgendwie geändert hat.
Zwischen Ängsten, Sorgen, Zuversicht und Optimismus, aber auch der Fähigkeit sich über die kleineren Dinge des Lebens zu freuen, bspw. über Tage, an denen es einem gut geht, über jeden, noch so kleinen Fortschritt und dergleichen.
Ich denke auch ganz fest an Dich und an all die anderen hier, die eine OP vor sich haben oder eine Untersuchung, vor denen sie Angst haben, jedoch mehr vor dem evtl. Ergebnis als vor der Untersuchung an sich. Ja, diese Ängste werden wohl uns alle irgendwie ein Leben lang begleiten, zumindest so lange, bis die "kritische" Zeit vergangen ist gell?
Ihr schreibt öfter davon, dass Ihr betet und das mache ich auch, weil der Glaube an Gott, gerade jetzt sehr wichtig für mich geworden ist, er bedeutet Zuversicht und Hoffnung. Nein, ich bin sicherlich nicht besonderes religiös, gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche, auch, wenn ich mir das schon öfter vorgenommen hatte, aber da ist dann die Familie, die länger schlafen möchte, da ist dann das gemeinsame Frühstück und die gemeinsamen Unternehmungen. Einige werden nun vielleicht sagen, das sei eine Ausrede, soll es aber nicht sein. Aber dennoch glaube ich an Gott und ich hoffe sehr, das er mir nicht allzu böse ist.
Du, liebe Linnea wirst schon morgen im Krankenhaus liegen, aber denke auch daran, umso eher hast Du es hinter Dir und ich wünsche es Dir, dass alle Deine Sorgen sich in Nichts auflösen, das wünsche ich jeder hier und das wünsche ich auch mir, wenn das nicht so unbescheiden ist.
Dienstag muss ich dann in die UK, Mittwoch oder Donnerstag werde ich dann operiert und ich hoffe, das ich alles gut überstehe und dasselbe hoffe ich für Dich auch. Wir schaffen das schon, weil wir es schaffen müssen und auch wollen.
ganz liebe und sonnige Grüße
Deine und Eure Manuela