AW: Medis und Führerschein
Hallo Monika,
um deinen Führerschein musst du keine Angt haben, solange du nicht unter starkem Medikamenteneinfluss Auto fährst und einen Unfall verursachst.
Der Hinweis im Beipackzettel dient vor allen Dingen der Absicherung der Pharmakonzerne. Allerdings ist sicher auch davon abzuraten, mit deinem "Medikamentencocktail" Auto zu fahren. Die Reaktion wird deutlich vermindert.
Beim Gutachter solltest du alle Medikamente angeben, die du nimmst. Das ist für die Beurteilung wichtig.
Pass etwas auf mit den Benzodiazepanen, diese führen leider im Laufe der Zeit zu einer Abhängigkeit und die Dosis muss dann ständig erhöht werden, um noch eine Wirkung zu erzielen. Mir haben abends z.B. 2 Baldrian geholfen beim Einschlafen, ist pflanzlich und hat keine Nebenwirkungen. Die Abhängigkeit von Tavor (hab ich auch für Panikattacken bekommen) habe ich erst bemerkt, nachdem ich genau notiert habe, wann ich wieviel genommen habe.... es wurde immer mehr. Bei 8 Stück täglich habe ich die Notbremse gezogen und mich zum Entzug ins Krankenhaus begeben. Eine Verhaltenstherapie hat mir dann geholfen, mit der Panik klarzukommen.
Antidepressiva müssen leider immer ausgetestet werden, jeder Patient reagiert anders. Vielleicht hilft dir Cipralex sofort, das merkst du in den nächsten Wochen, falls nicht, wird deine Ärztin dir vielleicht ein anderes Mittel empfehlen. Ich habe 5 mal gewechselt, bis ich dann mit Opipramol Erfolg hatte. Das ist bei jedem unterschiedlich.
Ich drück dir die Daumen, besonders für den Verlängerungsantrag.
Lieben Gruß
Gaby
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