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Alt 24.12.2007, 15:05
Die3As Die3As ist offline
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Standard AW: Behandlung von Lebermetastasen

Hallo Ihr Lieben,

mein letzter Besuch war am 13.11., ganau vier Monate nach Papas Beerdigung.....habe sehr viel an Euch gedacht...aber ich habe festgestellt, dass es mir nicht mehr gut tat hier her zu kommen. Ich bin nicht stark. Im Gegenteil...ich verdränge alles. Ich wollte Euch, vielleicht erinnert sich jemand noch an mich, schöne Weihnachten wünschen und einen guten Start ins neue Jahr. Nach all dem Kummer hier, ging es mir lange sehr schlecht. Habe mir auch gesundheitlich einiges "zugezogen", aber das ist gottseidank fast ausgestanden. Papa fehlt mir unendlich.....Vor einem Jahr, an meinem Geburtstag war Papa noch hier....damals ging es ihm schon nicht gut....diese Zeit werde ich nicht vergessen, denn ich war es, der die Worte aussprach, ohne damals zu wissen, wie war sie werden...Papa sagte ich...gehe endlich zum Arzt, sonst stirbst Du an Krebs....nie werde ich diese Sätze vergessen. Ich hoffe das es mit den Jahren besser wird, mit diesem Schicksal umzugehen. Im Moment ist alles so frisch. Er fehlt und ich wünschte ich könnte diese Tage verschlafen. Da meinem Mutter da ist, fällt es mir noch schwerer. Irgendwie kann ich es nicht verdrängen so wie die letzten Wochen. Erst recht nicht, weil meine Mama da ist...schaue ich sie an...ach ich weiß nict. Ich bin akkresiv gegenüber ihr und versuche sie nicht anzuschauen. Körperkontakt vermeide ich und ich kann es nicht ertragen sie anzuschauen. Das ist in den letzten Wochen immer schlimmer geworden. Mama merkt das natürlich, aber ich kann nicht aus mir heraus. Sie war immer ein Teil mit und von papa und nun ist sie nur noch sie...sorry alles total wirr. Aber ich weiß nicht warum ich Mama nicht mehr an mich heran lasse geschweige denn sie richtig anschauen kann. Ich will einfach alles vergessen aber das geht nicht, denn es ist nun mal realität. ICh kann meine Gefühle nicht ausdrücken. Ich weiß nicht ob ihr das versteht. Aber wenn ich mit meinen Freunden, meiner Arbeit meiner Familie alleine bin, geht alles. ich kann lachen bin ausgeglichen, und einigermaßen normal. Aber wenn Mama dabei ist, reagiere ich kalt, schlecht gelaunt, lasse mich nicht umarmen und so weiter. Als ob ich mich abschotten will, von meinem alten Leben mit Eltern! Ich bin mir sicher, sobald Mama am Donnerstag wieder heim fährt, bin ich wie verwandelt. Ich kann mir das nicht erklären. Erst bin ich nach Papas Tod von Arzt zu Arzt gerannt weil ich dachte auch Krebs zu haben, und jetzt nachdem es mir da besser geht, kann ich mit meiner Mutter nicht mehr so wie früher. Hinzukommt meine Mutter erzählte mir vor kurzem sie hätte zwei Verehrer. Ähhhhh, was soll das? Erstens will ich das nicht hören und zweitens, jetzt nach fünf Monaten kommt sie so. Das widerspricht ihrer Äußerung gegenüber mir und Papa. Also ich war bin oder wie auch immer stinkesauer darüber. ICh glaube ich höre auf...heute ist Weihnachten ....

Ihr lieben hier.....ich drücke Euch alle fest...in Gedanken bin ich immer bei Euch....verzeiht, dass ich mich nicht mehr oft hier melde...aber mein Psyche ist nicht so stark...war sie noch nie so glaube ich
..aber das Leben ist nun mal hart und ich mit meinen nun 31 Jahren war immer so gut wie davor verschont....bis Papa gehen musste und ich dachte, so stark zu sein, ihn dabei begleiten zu können. Nun muss ich damit leben....aber die Zeit so hoffe ich wird mir helfen, damit zu leben....

Alexandra
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