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Alt 26.02.2008, 21:40
Moma7 Moma7 ist offline
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Standard AW: Wie erzähle ich es den Verwandenten/Freunden

Hallo hallo 123!
Ich bin von Anfang an ziemlich offen mit meiner Diagnose umgegangen, habe allerdings einige Leute darum gebeten, es nicht weiter zu sagen, weil ich gerne selbst entscheiden wollte, wann und wem ich es erzähle.
Ich habe sehr Unterschiedliches erlebt: manche berichteten erst einmal ausgiebig davon, welche Leute mit Brustkrebs sie kennen und wie das verlaufen ist, so dass man den Eindruck hat, eigentlich interessiere ich sie nicht wirklich. Manche fangen an zu jammern, wie schlimm das doch alles wäre - damit konnte ich gar nicht umgehen. Manche outen sich als selbst Betroffene und geben hilfreiche Tipps. Ich konnte am besten haben, wenn jemand interessiert nachgefragt hat, ohne mir das Gefühl zu geben, mich auszufragen.
Interessant waren auch die Reaktionen der Männer: Mein einer Chef hat sehr betroffen reagiert, mir alles Gute gewünscht und mir in der Zeit vor der ersten OP, in der ich noch voll gearbeitet habe, Zugeständnisse gemacht, wenn ich aktuelle Dinge nicht bearbeitet habe, um die Zeit vorzubereiten, in der ich nicht da sein würde. Mein anderer Chef hatte nichts besseres zu tun als es den KollegInnen zu erzählen (bin noch am überlegen, ob ich ihn unter Einschaltung des Personalrates dafür zur Rede stelle). Ein selbst von einer Krebserkrankung Betroffener hat sehr einfühlsam reagiert, die meisten anderen Männer konnten damit nichts anfangen, nahmen es als Info und damit war die Sache für sie erledigt.
In der Famile das gleiche Bild: interessiertes Nachfragen der Frauen, zur Kenntnis nehmen der Männer.
Ansonsten geht es mir ähnlich wie Ute, dass ich oft nicht mehr genau weiß, wer auf welchem Informationsstand ist.
LG Moma
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