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Alt 10.03.2008, 14:51
rike48 rike48 ist offline
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Standard Lasern als Gefahr?

Nachdem das Lasern erst noch als Hoffnung gesehen wurde bin ich mir nun nicht mehr sicher, ob man davor warnen soll. Bei meinem Vater hat es gar nicht geholfen, nur ein wenig kurz danach und dann wurde es viel schlimmer als vorher! Da ist nun die Frage, ob es ohnehin so gekommen wäre oder ob das Lasern eine Verschlimmbesserung war. Er kann zur Zeit gar nichts mehr schlucken und leidet sehr. Außerdem war der Krankenhausaufenthalt zum Lasern eine große Kraftanstrengung mit 2 Vollnarkosen, die sicher 2 Kilogramm gekostet hat, wo er ohnehin schon immer weniger wird. Es ist schrecklich, das Leiden mit ansehen zu müssen. Und wenn zum Trost bei Tod hier gerne geschrieben wird, es sei eine Erlösung, (was es sicher letztlich auch ist), so heißt das keinesfalls, dass jemand von der Erde gehen will, mein Vater will einfach noch nicht sterben. Draußen beginnt gerade das Frühjahr und es fällt ihm schwer, dass er in seinem geliebten Garten vielleicht die Sommerblumen nicht mehr sehen wird. Und noch viel schwerer fällt ihm der Abschied von seiner Frau und allen Menschen, die er liebt. Er kann nicht darüber sprechen, aber dafür bedarf es keiner Worte, wenn man sich nahesteht.
In dieser Phase werden die Patienten auch von den Ärzten/ der Klinik alleine gelassen. Es gibt viele Probleme, Schmerzen oder schwierige Situationen, da gibt es keinen Ansprechpartner, Angehörige stehen ratlos neben dem Patienten. Bei Anrufen hat man immer wieder andere Personen am Telefon, es ist nie möglich, einen Arzt zu sprechen oder gar den behandelnden Arzt. Bei Patienten weit über 70 und Entfernungen zur Kliniken von über 100 Kilometern kann man auch nicht mal eben hinfahren. Und selbst wenn, stünde dort auch niemand zur Verfügung. Es ist einfach nur schrecklich und von Betreuung austherapierter Patienten, kann nicht die Rede sein, zumindest wenn es sich um Kassenpatienten und Senioren im statistischen Sterbealter handelt.
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