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  #30  
Alt 15.03.2008, 11:18
Ute30 Ute30 ist offline
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Standard AW: Mastektomie/Brustwiederaufbau in einer OP Wer hat Erfahrungen?

Hallo,

Und vielen Dank, Brigitte, für Deine Wünsche.

Und da wären wir nämlich auch schon an dem Punkt, auf den es ankommt:

Für sich selber wissen, was richtig, passend ist.
Es ist ja nur ganz NORMAL, dass frau das Beste für sich dabei herausnehmen möchte.

Du, Kathi, kennst Dich selbst am Besten. Dein Erschrecken über die pda und Deine weiteren ablehnenden Vorbehalte machen doch deutlich, dass Du den "anderen" Weg gehen willst.

Es gibt z.B. in Frankfurt noch eine ganz andere OP-Methode, um Schmerzen und Stressfaktoren für den operierten Bereich zu minimieren. (da wird ein Nervenknoten im Rückenbereich schachmatt gesetzt, soll auch gute postoperative Folgen haben) (Wo wirst Du operiert?)
Hätte mich auch interessiert. Wurde aber wohl in meinem Klinikum nicht angewendet und ich habe mich gehütet, den Göttern in Weiß irgendwelche Ideen beizubringen.:
Na ja, bis auf meine Gegendarstellung zum Arztbrief.

Ich habe mich ganz individuell durch meine Schmerztherapie durchgequält. Habe erst nach vielen Stunden mit Schmerzen den entsprechenden Druck gehabt, mich vehement zurückzumelden.
Drohte an, 2 Tage nach OP, das KH zu verlassen.

Die haben eine bestimmte Form standardisierten Vorgehens zur Schmerztherapie. Vom "Schmerzmanagment" haben die aber sicher noch nichts gehört, da keine Transparenz in dieser Hinsicht erklärt oder auch nur irgendwie öffentlich gemacht war!

Kathi frage doch mal nach, ob die sowas wie ein Schmerzprotokoll/-tagebuch in der Praxis zum Einsatz bringen?
Weiß von einer Kollegin, deren Mann zur Nach-op los musste, dass dort ein sog. Schmerzmanagment groß geschrieben war und jeder Patient mit Aufnahme dahingehend befragt und eingordnet wurde.

Bei mir wurden die venösen Zugänge, hatte zwei im rechten Arm/Hand, schnell rot und wurden gezogen. Neue Zugänge wurden, aus welchen Gründen auch immer nicht gelegt, alles oral, wenn denn mal was kam.
Hat nicht geholfen.
Nach meiner Androhung zu "kündigen" erhielt ich dann ein halbe Ampulle einer richtigen Dröhnung unter die Haut gespritzt plus, was sehr wichtig war, einer Tablette gegen Rückenschmerzen.
Dieses Doppelpack aber nur EINMAL!!!!!!!!
Bei der Folgegabe mitten in der Nacht meinte die Schwester, die Spritze würde schon reichen, wäre ja echt eine Dröhnung.
Stimmte auch die Wundschmerzen waren weg.
Allerdings, die Rückenschmerzen sorgten von 01:30 Uhr bis zum Morgen dafür, dass ich ständig Bewegungsübungen machte. (eigene Blödheit!, dass ich mich nicht nochmal gemeldet habe)
Über Tag kam ich den dritten Tag n. OP gut ohne Schmerzmittel zurecht. Konnte das erste Mal am Mittag kurz zum Bettrichten aufstehen.
In der Folgenacht wachte ich mit starken Schmerzen gegen 04:20 Uhr auf und weil keiner richtig in die Kurve schaute, bzw. Übergaben wohl auch nicht wirklich stattgefunden haben, erhielt ich EINE PARACETAMOL.

Ich habe sie genommen, wie eine Ertrinkende. Hatte auch keine Lust mehr darauf hinzuweisen, dass doch schon längst was Anderes, viel Stärkeres verordnet war!

Siehst du, Kathi, das sind meine Erfahrungen mit Schmerzen. Wirklich ganz individuell.

Fakt ist, dass heute NIEMAND mehr Schmerzen haben muss!
Durch Schmerzen entstehen weitere Ängste und Verspannungen, die die Wunheilung verzögern können.
Klar ist, das Schmerz ein wunderbarer Indikator dafür ist, wieviel man sich zumuten darf/kann und somit ein guter Schutzmechanismus.

Entscheide Du bitte für Dich, sammle Deine Erfahrungen.
Und lerne aus ihnen.
Dafür wünsche ich Dir viel Mut und Erfolg.

Sag nochmal, wenn Du magst Deinen OP-Termin.
Für Daumendrücken, an Dich denken und Kerze anzünden, und noch viel mehr.

Liebe Grüße

Ute
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