Hallo Melin,
wie Recht du doch hast. Diese Hilflosigkeit ist das Allerschlimmste. Zweimal mußte ich schon erleben(bei meinen Schwiegereltern) wie grausam und auch am Ende schmerzhaft diese Krankheit sein kann. Meinen Schwiegervater, der an einer sehr agressiven Form von Prostatakrebs litt, haben meine Schwiegermutter und ich noch zusammen gepflegt. Nur zwei Jahre später brach bei ihr dann der eigentlich überwunden geglaubte Brustkrebs wieder aus. Innerhalb weniger Monate, die ich sie zu Hause gepflegt habe, verstarb sie dann.

Ich weiß also genau, was uns noch erwarten kann und davor habe ich tierisch angst.
Meine Ma bekommt wie gesagt Chemo nach FOLFIRI und eigentlich geht es ihr bis auf die ersten Tage nach der Chemo ganz gut. Ihre Blutwerte sind auch noch o.K. und im Moment hat sie auch wieder ein Ziel. Unsere ältere Tochter wird im April konfirmiert und da will sie unbedingt dabei sein. Ich hoffe, sie behält bis dahin ihren jetzigen Kampfgeist.
So, jetzt habe ich mir den Frust mal wieder von der Seele geschrieben. dir und Deiner Familie wünsche ich ein schönes Osterfest. Haltet "die Ohren steif" würde man hier bei uns sagen, denn daß hätte Deine Schwester sicherlich auch so gewollt.
Bis bald und liebe Grüsse
Steffi