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Alt 31.05.2008, 14:49
rike48 rike48 ist offline
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Böse Ärger mit Bürokratie

Zu dem ganzen Leid des Kranken kommt dann auch noch, dass nun bei meinem Vater die Kasse eine Dekubitusmatratze abgelehnt wurde, obwohl sich u. a. auch der Hausarzt dafür eingesetzt hat.
Nach 7 Wochen gibt es immer noch keinen Termin, wann endlich jemand kommt um die Pflegestufe zu begutachten. Angeblich sei man überlastet und Wartezeiten von 6 - 8 Wochen seien "üblich". Dabei muss ja nach dem Gutachten die Verwaltung dann erst noch urteilen, ob eine Pflegestufe gewährt wird. Ist es zynisch, wenn man unterstellt, man lässt sich Zeit, bis sich einige Fälle durch Beerdigung von alleine erledigen? Zwar wird wohl ab Beantragung nachgezahlt, aber es ist einfach entsetzlich, dass jemand, der durch die Pflege eines sterbenskranken Angehörigen schon extrem belastet ist (körperlich und seelisch, der geliebte Partner stirbt unter den Händen qualvoll und langsam), sich dann auch noch mit diversen Verwaltungsmenschen auseinandersetzen soll, die etwa finden, der Kranke soll sich erst mal wund liegen und leiden, dann gibt es ein entsprechendes Hilfsmittel. Der ganze Verwaltungsvorgang verursacht wahrscheinlich schon mehr Kosten als etwa diese Matratze.
Fragt man sich dann bloß, wie ein Kranker ohne Angehörige mit solchen Dingen zurecht kommen soll, wenn jemand in dieser Phase ist.
Nachdenkliche Grüße
Rike
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