AW: Behandlung von Lebermetastasen
Liebe Erle,
ich schreibe dir mal aus der Sicht einer liebenden Tochter. Weißt du, im Grunde denken wir Kinder doch, dass unseren Eltern nichts passieren kann. Leider ist es anders. Es ist schwer als Kind zu zusehen, wie ein Elternteil soooo schwer krank ist. Man will es nicht verstehen...
Dein Sohn braucht bestimmt nur ein Ventil. Vielleicht kann er es auch nicht jeden Tag mit ansehen. Denn du weißt es selbst, es zerrt an den Nerven.
Für mich ist jedes Mal eine Welt zusammen gebrochen, wenn ich meine Mama so liegen sah. Die letzten Wochen waren die Hölle. Es tat weh und ich konnte ihr nicht helfen. Ich hätte alles dafür gegeben, wenn dass meine Mama gerettet hätte.
Ich war nur einmal dabei als der Pflegedienst Mama gewaschen hat. Mir liefen die Tränen nur so runter. Es ist furchtbar als Tochter mit anzusehen, wenn die geliebte Mutter noch nicht einmal mehr das Zahnputzwasser ausspucken kann usw.
Ich will deinen Sohn nicht verteidigen. Denn für dich ist es auch die Hölle und du/ihr braucht jede Hilfe und Stütze. Aber ich habe auch nie daran gedacht, dass Mama von uns gehen würde...
Ach liebe Erle, ich nimm dich in den Arm und hoffe, dass Ruhe bei euch einkehrt.
Ich schicke dir viele Kraftpakete...
Ela
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