Hallo, Ihr Lieben.
Rela - du darfst uns hier gerne zusammen ansprechen oder auch einzeln - mache das einfach so, wie du magst. Ich persönlich reagiere auch, wenn ich nicht "gefragt" bzw. angsprochen wurde - wenn ich was zu sagen habe, dann kommts schon raus
Ich kann mich nur wiederholen, wenn ich dir sagen möchte, dass du das echt super machst - und auch dein Mann, der in seinem Alter eine strapaziöse Pflege auf sich nimmt. Bewundernswert, hochachtungsvoll! Sehr, sehr tapfer seid ihr alle!
Wie schön ist es zu lesen, dass die beiden Senioren so einen wunderbaren Tag zusammen hatten. Siehst du, da benötigt es nicht viel: eine Kanne Kaffee, 2 Stückchen Kuchen und einen Stuhl für die Schwägerin - schon ist dein Onkel zufrieden und fühlt sich sehr wohl. Einfach wundervoll.
Und für dich auch entlastend, wenn du dich nicht an ihrer Stelle zu deinem Onkel setzen brauchst (auch wenn dus gerne machst).
Ich würde gerne noch was zu Renas Beitrag schreiben - also, liebe Rela, wenn du das jetzt schlecht lesen kannst, dann stoppe einfach nach vor dem Sternchen-Abschnitt.
Ich möchte generell sagen, dass es soooo wichtig ist, dass man bei den kranken Menschen ist, ihnen einfach durch pure Anwesenheit zeigt, dass man für sie da ist, sie nicht alleine sind - ob sie es mitbekommen oder nur schlafen, völlig egal. Sie spüren es! 100%ig! Daher ist es auch wichtig, dass man mit ihnen spricht. Dass man ihnen auch sagen darf, dass man Angst um sie hat.
Liebe Rela, ich drück dich wieder und wieder - und ich freue mich, wenn du hier wieder berichtest, wie es dir, deinem lieben Onkel und deinem Göttergatten geht. Die Kraft überträgt sich hier von selbst und ich wünsche dir weiter viel Mut und Stärke, die Dinge zu tragen, die du nicht ändern kannst.
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Ich denke, dass die lieben Kranken wissen, wann es Zeit ist. Es ist unerklärlich, aber uns Angehörigen geben Sie die Zeichen ihres baldigen Fortgangs in der Veränderung ihres Aussehens - und manchmal reden Sie mit Dritten, von denen sie sich erwartet fühlen.
Ich glaube, dass der Weg hinter den Horizont ein wunderbarer Weg ist. Warum sehen die Meisten, die in Ruhe und Frieden einschlafen dürfen, so entspannt und lächelnd aus?
Sie sehen bekannte Personen, die auf sie warten, sie sehen etwas Wunderbares, etwas Geliebtes, was Ihnen die Angst vor dem Fortgang nimmt - und ich bin mir sicher, dass es auch bei meinem Papa so war.
Da mein Bruder, meine Schwester und meine Schwägerin ihre eigenen Erlebnisse, unabhängig voneinander, an Papas Sterbetag hatten, die unheimlich, aber auch beruhigend auf mich wirkten, bin ich noch mehr der Überzeugung, dass die Reise so schlimm nicht sein kann; natürlich immer gemessen an meiner bisher gemachten Erfahrung bei Papa.
So schwer, wie es ist, so wichtig ist es aber auch, dass man dem geliebten Kranken sagt, was man fühlt, dass man Angst hat, dass er aber auch zu seinem auserwählten Zeitpunkt gehen darf, ohne sich Sorgen machen zu müssen - das alles geregelt ist und alles seine Ordnung hat, ist unendlich wichtig gewesen, damit mein Papa seine Reise antreten konnte.
Diese Vorgehensweise habe ich von unserem Pflegedienst gelernt, die mich 4 Tage vorher darauf hingewiesen hat, dass Papas Zeitpunkt bald kommt. "Der Papa möchte bald gehen", sagte sie mir - und ich brach in unendlichen Tränen aus, mein Herz zog sich zusammen und meine schwerste Zeit begann.
Meine Tränen laufen jetzt, wenn ich das schreibe, weil es Momente waren, die kein anderer verstehen und die man nicht erklären kann.
Die Pflegechefin sagte mir und Mama, wie wir Papas Reise erleichtern können, in dem wir bei ihm sind, ihn berühren, ihm sagen, dass wir ihn lieben, mit ihm reden und ihm auch sagen, dass er in Ruhe dann gehen darf, wenn er möchte.
Seit Papas Reiseantritt verfolge ich mit großem Interesse die Merkmale des Abschiednehmens und muss sagen, dass ich alleine nie geschafft hätte, Papa gehen zu lassen... Ich hätte mich an ihn geklammert, ihn angefleht bei uns zu bleiben, uns nicht im Stich zu lassen etc.
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