Guten morgen Zusammen,
ich gehöre eigentlich nicht zu den regelmäßigen Forenschreiberinnen, aber mich dürstet es gerade jetzt nach Austausch. Austausch auch, weil ich die Welt (was meine Situation angeht) als sehr düster empfinde. Ich weiß, dass sich das wieder ändern wird, aber momentan ist es so.
Im Januar 2001 wurde mir die Brust abgenommen, 2003 kam dann die erste Knochenmetastase. Dann hatte ich 4 1/2 Jahre Ruhe. Seit dem Frühjahr letzten Jahres macht mir eine Metastase in der Hüfte Schwierigkeiten. Das alles gehört zu meinem Leben dazu, ich habe weiter gearbeitet, habe so weit es ging Sport gemacht und die heftigste Einschränkung war eigentlich meine ständige Müdigkeit.
Jetzt habe ich am Freitag die Diagnose von zwei großen Lungenmetastasen (+ noch suspekte Herde), einen auffälligen Lymphknoten und noch einer suspekten Stelle in der Leber bekommen.
Ich habe das Gefühl, das ist der Anfang vom Ende

Ich habe am Wochenende viele Gespräche mit meinem Partner und meiner Familie geführt, habe das Gefühl, ich muss alles regeln, was ich vor mir her geschoben habe - besonders natürlich einige rechtliche Sachen.
Ich weiß, dass ich noch eine längere gute Zeit haben kann. Das sehe ich ja auch hier bei euch. Ich weiß auch, da ich ja nicht neu im Geschäft bin, dass ich mich wieder an die Situation gewöhne und sie dann nicht mehr so beängstigend ist ... ich weiß das alles, aber ich habe trotzdem im Moment einfach sehr große Angst.
Die Lungenmetastasen sind nicht operabel und eine Chemotherapie, Avestin und Lapatinib habe ich jetzt erst einmal abgelehnt. Über eine erneuerte Antihormontherapie denke ich nach. Die letzten Jahre habe ich Herceptin und Brondonat bekommen.
Ich habe mich entschlossen in eine homöopathische Klinik in die Schweiz zu gehen. Mein Herz und mein Bauch sagen mir, dass ich dort im Moment für mich die besten Chancen sehe. Meine Ärzte sind (natürlich) nicht groß überzeugt von der klassischen Homöopathie, wissen aber schon lange, wie gut sie mir tut und haben mir auf jeden Fall Unterstützung und Hilfe zugesichert.
Meine Frage an einige von euch ist: wie schafft man es mit Lungenmetastasen ruhig zu leben. Mir macht die leichte Luftnot schon Angst. Gewöhne ich mich auch daran?
Liebe Grüße in die tapfere Runde,
Heike