AW: Für Dich, Sternenkind Mario L 21 Jahre alt *25.04.1984 +23.10.2005
Fast drei Jahre!
Die letzten Tage sind so leise geworden. Ich ertappe mich immer wieder, wie ich anfange wieder in die Vergangenheit zu reisen. Ich gehe wieder diese Tage in meinem Gedanken durch, als unser gemeinsamer Kampf sich langsam dem Ende neigte. In den letzten Tagen fühle ich mich sehr traurig, denn jedes Jahr um diese Zeit, wenn es draußen früh dunkel wird, das Wetter kalt wird, die Natur langsam sich auf dem Winterschlaf vorbereitet, denke ich an unsere Vorbereitungen auf deine letzte Reise.
Fast drei Jahre sind vergangen, für mich eine sehr lange Zeit, die ich mit Sehnsucht nach Dir verbracht habe. Irgendwie scheint mir im Moment, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ich weiß, dass die Zeit weiter gegangen ist, dass die Welt sich weiter dreht, aber im Moment steht sie still. Mit geht es im Moment nicht gut, ich versuche mich abzulenken, aber es gelingt mir nicht. Deswegen habe ich beschlossen, dein Buch wieder aufzuschlagen und weiter dran zu arbeiten. So kann ich jeden Tag Dir ganz nah sein, deine Briefe lesen, deine SMS. Unsere Liebe in Worte verfassen.
Wird es je besser werden? Ich denke schon, denn irgendwann werden wir uns wieder sehen. Aber bis dahin muss ich noch hier sein, wieso eigentlich? Weil ich noch weiter leben möchte, auch wenn die Welt ohne Dich traurig ist. Weil ich Dich nicht traurig mache möchte, wenn ich Dir hinterher folge und andere hier hinterlasse. Irgendwann, ja irgendwann wird der Tag kommen, an dem auch ich gehen werde, aber noch ist es nicht so weit.
Wenn ich dran denke wie glücklich wir waren, kommt ein Lächeln in mein Gesicht. Die Zeit die wir hatten, die waren wir glücklich und ich versuche mit Dankbarkeit und Liebe an Dich zu denken, auch wenn ich manchmal traurig bin. Wenn ich traurig bin, dann vermisse ich Dich so dolle. Ich würde Dich so gerne im mein Arm nehmen, dich drücken und festhalten. Ich mache es oft in meinem Gedanken, denn dies ist das einzige, was mir im Moment bleibt, mich einfach aus der Gegenwart in die Vergangenheit zu flüchten.
Ich habe die Mut, die Kraft, die Liebe, denn ich habe Dich ganz tief in meinem Herzen. Oft passieren Dinge, in dem ich fühle, dass Du über mich wachst und mein Schutzengel bist. Ein schönes Wissen für mich, dass Du zwar nicht sichtbar für meine Augen bist, nicht hörbar für meine Ohren, aber, dass mein Herz Dich fühlt. Die Verbundenheit wird niemals abreisen, das wusste ich schon in dem Moment, als ich Dir begegnet bin, dass zwischen uns beiden was ganz besonderes ist. Es ist nicht vergangen, es ist nicht weniger geworden. Ich sage oft deinem Namen bei meiner Familie und Freunden, den Du bist nicht gestorben, Du bist nur vorausgegangen und wartest irgendwo auf mich.
Meine Mama weint auch oft um Dich, sie vermisst Dich so sehr und findet es ungerecht, dass Du nicht mehr weiter leben durftest. Sie sieht mich leiden und fühlt, wie sehr ich Dich vermisse. Ich versuche in Gegenwart zu leben, aber manchmal kehre ich in die Vergangenheit zurück um mir ein bisschen Kraft wieder zu holen. Meine Tränen sind weniger geworden! Wenn ich mich über Dinge freue, bin ich mir sicher, dass Du Dich mit mir freust. Gerade sitze ich hier und schreibe dem Text über meine Gedanken und Gefühle, draußen war das Wetter trüb und trostlos, jetzt scheint mir ein Sonnenstrahl in mein Gesicht. Mir laufen gerade Tränen durch mein Gesicht, Tränen der Dankbarkeit, dass ich Dich kennen lernen durfte, Tränen der Liebe, weil ich Dich so tief im Herzen habe.
Was ist denn in Wirklichkeit Zeit gegenüber der Ewigkeit? Wenn die Zeit vorüber ist, wird es keine Trennung mehr geben. Es wird die Ewigkeit geben. Mein Liebster, ich werde weiter versuchen mit meinen Augen alles zu sehen, mit meinen Händen zu fühlen und mein Herz nicht zu verschließen und weiter dem Menschen, die ich so sehr lieb habe meine Liebe zu geben. Die Begegnung mit Dir, die Zeit die wir hatten, Du lerntest mich, dass es sehr wichtig ist so zu sein wie wir sind. Das nicht die Zeit eine Rolle spielt, sondern die Gefühle in uns.
Trockne meine Tränen nicht, denn sie sind der Beweis, wie sehr ich Dich Liebe. Sie fließen, weil ich fühle und liebe.
Marek Jan
14. Oktober 2008
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Was vergangen kehrt nie wieder,
aber ging es leuchtend nieder,
leuchtet`s lange noch zurück.
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