AW: angst vor dem ergebnis mrt
Hallo Theka,
ich kenne das Gefühl nur zu gut. Auch ich war am Anfang der Erkrankung total verzweifelt, wenn mein Mann Zukunftspläne schmiedete, die in weiter Ferne lagen. Inzwischen sehe ich das ein bisschen ander.
Woher weißt du, dass deine Mutter nicht doch 100 Jahre alt wird?
Das kann niemand wissen. Selbst das scheinbar unmögliche ist möglich.
Für mich war am Anfang der Erkrankung auch kaum Postives erkennbar und für mich stand der Tod meines Mannes unmittelbar vor unserer Tür.
Wie viele aus unserem Bekanntenkreis waren auch einige dabei, die meinen Mann bedauerten. Diese Personen waren teilweise jünger als Mann, vollkommen gesund und bedauerten ihn, weil sie meinten ihn zu überleben. Sie leben nicht mehr! Und niemand hat damit gerechnet.
Was ich sagen will, keiner weiß (zum Glück), was kommt. Es kommt immer anders als man denkt. Jeden Tag an dem wir uns ins Straßengewühl stüzen, wissen wir nicht, ob wir abends gesund wieder heimkommen. Wir sind täglich in Gefahr. Jeder Tag kann für jeden von uns der letzte sein. Und so versuche ich zu leben.
Ich denke du verstehst was ich meine. Versuch es püositiv zu sehen, dass deine Mutter eine solche Einstellung hat. Der Wille zum Leben ist das Wichtigste im Gesundungsprozess.
Ich drücke euch beiden für morgen die ganz dolle die Daumen und schließe euch in mein Gebet mit ein.
herzliche Grüße, Benita
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