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Alt 11.11.2008, 14:56
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Bianca-Alexandra Bianca-Alexandra ist offline
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Registriert seit: 15.02.2008
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Standard AW: Pa hat kleinzelligen Lungenkrebs

Hallo Sabine,

ich kann Deine Suche nach guten Ergebnissen in der Behandlung sehr gut verstehen. Man lechzt ja förmlich danach, denn irgendwie ist es ja das einzige, was Hoffnung gibt. Es wird aber schwierig werden, Dich hier immer nur über gute Dinge zu informieren und Dir ausschließlich Hoffnung zukommen zu lassen. Denn letztlich suchen ja doch meist die Menschen ein solches Forum auf, die eben Angst um ihr eigenes Leben oder das ihrer lieben Verwandten und Freunde haben.

Ich bin jetzt beispielsweise seit Anfang diesen Jahres dabei. Meine Ma hat auch einen Kleinzeller. Diagnostiziert wurde er ebenfalls im Stadium Limited Desease; allerdings war der Haupttumor schon in einer anderen Einstufung, er fasste damals 5x6 cm und saß um den Hauptbronchus. Befallen waren damals nur die direkt anliegenden Lymphknoten. Die Lungenflügel selbst waren, ebenso wie alle anderen Organe, Schädel und Skelett frei von Metastasen. Das war im Juni 2007.

Es geht ihr - auch heute noch - vergleichsweise gut. Und wir haben inzwischen fast 1,5 Jahre seit Diagnose hinter uns. Meine Ma ist allerdings auch noch recht jung; sie ist 1958 geboren (in diesem Jahr also gerade erst 51 geworden) - und hat daher den Vorteil, dass ihr Allgemeinzustand natürlich vergleichsweise besser ist als bei jenen, die bei Diagnose schon älter sind. Auf der anderen Seite ist es aber eben so, dass sie leider schon sehr früh erkrankt ist. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, es gibt eben immer zwei Seiten.

Natürlich ist die Hoffnung das wichtigste an allem, das steht ja komplett außer Frage. Auch wenn es meiner Mam im Moment nicht so gut geht, die Hoffnung ist da und bleibt, sie ist nur eben etwas anders gelagert als bei Dir.

Für Deinen Dad wünsche ich Dir natürlich nur das Beste, ebenso wie ich es allen hier wünschen möchte. Ich finde es wahnsinn, wieviel Hilfe man hier erfährt, sowohl von Angehörigen als auch von Menschen, die selbst gerade kämpfen müssen.

Was den Lungenfacharzt angeht, ich teile Brigittes Meinung. Es sollte schon ein Lungenfacharzt oder zumindest ein Onkologe sein, der Deinen Vater in konstanter Behandlung hat. Ein HA ist einfach nicht genügend im Thema und kennt vor allem die Nebenwirkungen meiner Meinung nach zu wenig. Meine Ma ist beispielsweise nicht bei einem Lungenfacharzt, sondern bei einem Onkologen.

Und eins liegt mir noch auf der Seele. Ich bin hier auch schon das ein oder andere Mal ein bißchen angeeckt. Sowas passiert meist, wenn man schnell zu einem Thema schreibt oder schnell noch reagieren möchte. Ich lese es auch so dass es ein Mißverständnis war. Für die Betroffenen dieser Krankheit gibt es schon viele Tage, die einfach furchtbar verlaufen und da kann es leider schneller passieren als sonst, das etwas falsch aufgefasst wird. Ich finde es aber schon riesig, wieviel Unterstüzung Du hier erfährst. Vor allem, wenn die dann auch noch von jemandem kommt, der selbst soviel Kraft aufbringen muss.
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Liebe Grüße - Bibi
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Dankbarkeit
ist die Erinnerung
des Herzens

Geändert von Bianca-Alexandra (11.11.2008 um 15:05 Uhr)
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