AW: Mein Papa
hallo flo,
ich muss sagen, mir hilft es oft, mit anderen zu sprechen und ich bin ganz sicher, dass dir das forum hier gut tun wird. meine antwort jetzt ist auch mein längster beitrag bisher...
die diagnose meines vater ist fast genauso lange her - und er hat auch bereits lebermetastasen. mir geht es ganz ähnlich wie dir.
ich drücke schon mal die daumen für den arzttermin! unserer ist am mittwoch.
meine größte sorge ist wie bei dir: wie schafft er das alles? ich würde gerne die welt für ihn anhalten und viel mehr für ihn tun, als ich kann...
ich (und meine ganze familie) versuche einfach, für ihn da zu sein, für und mit ihm stark zu sein und mich umfassend zu informieren. du sagst, er fühlt sich gut und ist optimistisch, er sei gefasst - das klingt doch gut! klingt wie bei meinem vater - auch ich wünschte mir aber, er würde vielleicht mal weinen. aber frage dich mal: war er früher anders? nein? warum sollte er sich dann jetzt ändern? wenn du ihm sonst immer vertraut hast, dann tu das auch jetzt: er ist optimistisch - dann sei das auch! unterstütz ihn in dem gedanken.
bei mir gibt es ein ganz bestimmtes lied, dass ich mir zurzeit nicht anhöre: denn mein vater hatte vor einem knappen jahr am grab meiner oma gesagt: "wenn ich mal tot bin, möchte ich, dass "wenn du gehst" von zeraphine gespielt wird." in diesem lied gibt es aber eine schöne zeile:
Wenn Du gehst
Bleibt ein Teil zurück
Und nie erlischt
Dein Stern für mich
einen wirklich lieben gruß
melanie
|