Liebe Cassie,
erst einmal ein willkommen hier von mir. Jede Begrüßung hier ist zwar immer ein eigentlich trauriger Anlaß, aber Du wirst merken, wieviel Trsot, Tipps, Anregungen und Mutzusprechungen man hier erfährt!
Das mit den Tränen verbergen verstehe ich sehr gut. Ich habe das auch meistens gemacht, gemerkt hat esmeine Mom trotzdem (sie kennen uns ja schließlich schon unser ganzes Leben lang

). Die Blässe, Augenringe und Sorgenfalten ließen sich dann doch nicht so gut verbergen...
Das mit der Fehldiagnose (Stichwort "Abnehmen") tut mir sehr leid, es passiert leider immer wieder, daß man als Patient nicht ernst genug genommen wird. Nun ist ja (zum Glück) nicht gleich jeder dickere Bauch ein Aszitesbauch (also mit viel Bauchwasser), aber so wie Du das schilderst, hätte die HÄ den Bauch wenigstens mal abtasten, besser noch sonografieren müssen. Da merkt bzw. sieht man so etwas eigentlich (beim Tasten aber erst ab größeren Mengen, die bei 5! Litern aber ja da waren... WSonografie ist da schon sehr genau).
Ich wünsche Deiner Mutter viel Erfolg für Montag, Dir wünsche ich viel Kraft und Geduld. Ich will ja nichts schwarz malen, aber der OP-Tag war schon echt hart mit der Warterei. (Siehe meine Einträge vom November 2008 in diesem Thread...) Die Angst mit dem Anus praeter verstehe ich auch, das war bei meiner Mom die allergrößte Sorge. Sie hat zum Glück keinen bekommen, aber wenn´s nötig sein sollte: Die meisten lernen auch gut damit umzugehen, denn was ist die Alternative?
Das eigentliche Krankheitsstadium wird man in der OP festlegen, Standard ist eine anschließende Chemo mit 6 Zyklen im Abstand von jeweils 3 Wochen. Mit der Prognose ist das so eine Sache; hier im Forum sind einige Frauen, denen man kaum oder gar keine Chance gegeben hat - sie leben dennoch, und das mit Lebensqualität!!! In der jetzigen Phase ist daher die OP das A und O mit der anschließenden Chemo, alles weitere wird die Zukunft zeigen. Bei Sunny´s Mutter z.B. sah es zunächst auch nicht so gut aus, nun ist sie mitten in der Chemo (ich glaube 4. oder 5. Zyklus) und hat sich gut "berappelt", schmiedet Pläne usw. Ich glaube nicht, daß Deine Mutter sich aufgegeben hat, sonst würde sie nicht "freiwillig" eine solch große OP machen lassen. Ich vermute, daß auch sie sich Gedanken zu der "Prognose" gemacht hat bzw. die Ärzte da was gesagt haben. Aber wie gesagt: Das heißt alles noch garnichts! Siehe Paula, siehe Mosi-Bär, siehe Heiderose und viele viele andere hier (sorry Mädels, kann hier nicht alle nennen...

).
Liebe Cassie, ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles alles Gute und v.a. die jetzt erforderliche Kraft. Du kannst mir gerne wieder schreiben, aber nur, wenn Du möchtest und die Kraft dazu hast.
Liebe Grüße, Sun.