Liebe Tasajo,
du glaubst gar nicht, wie viel Mut du mir machst mit deiner positiven Haltung zur Amputation beider Brüste. Bisher war dies eine meiner größten Sorgen: Vielleicht auch noch die zweite Brust zu verlieren. Denn auch dort gibt es einen - bisher unsuspekten - Befund. Ich bin mir inzwischen sicher, auch das verkraften zu können, sollte es einmal anstehen und das verdanke ich Frauen wie dir. Das nimmt mir viel Druck und Sorge, dieser Glaube daran, auch das schaffen zu können. Danke dir von Herzen.
Liebe Ulryke,
ich wünsche dir sehr, dass es dir bald wirklich besser geht und du einen dicken, breiten Lichtstreifen am Horizont siehst, der unaufhaltsam näher rückt. Ich finde, du bist sehr tapfer!
Liebe Reggie,
das sind ja echt Neuigkeiten! Ich wünsche dir einen guten Wiedereinstieg ins Berufsleben. Normalität ist echt etwas, das uns erfreuen kann, nicht wahr? Ich erinnere mich gut an meinen ersten Gassi-Gang mit unseren Hunden nach der Operation. Es war ein grauer, nieseliger Wintertag und ich war nur glücklich mit dem Matsch unter meinen Füßen auf dem Feld, dem Regen in meinem Gesicht und all dem winterlichen Grau um mich herum (solch eine Zufriedenheit mit widrigen Witterungsbedingungen habe ich mir immer schon mal erarbeiten wollen ...

). Aber auch dieser Gassi-Gang war ein Stück wiedergewonnene Normalität und hat mir unglaublich viel bedeutet.
Berufstätigkeit ist natürlich eine ganz andere Nummer, aber das Prinzip ist dasselbe, denke ich.
Also, dir von Herzen alles Gute!
Ich selbst arbeite freiberuflich und habe ein bisschen zu früh wieder begonnen. Ich fühlte mich einigermaßen fit und habe im Januar, also nur gut einen Monat nach der Ablatio, wieder angefangen und erst dann gemerkt, dass ich noch Zeit ganz für mich hätte gebrauchen können nach all dem, was passiert war. Da war ich einfach ein bisschen blauäugig und habe nur auf meine körperliche Befindlichkeit geguckt.
(Und vergiss die Tumormarker. Ich habe inzwischen mit einem Fa, dessen Spezialgebiet die weibliche Brust ist, srechen können und nach der Bedeutung einer Bestimmung von Tumormarkern bei DCIS gefragt: Er sagt ganz klar, dass das keine, wirklich überhaupt keine Aussagekraft hat.)
Für Kellerkind und Karin2603,
ich kann euch versprechen, dass ich an euch denke und euch viele, viele gute Wünsche und Gedanken schicke. Mit Vegi als Vorbild ist man auf jeden Fall gut eingestellt und gerüstet und kann sich der Ablatio mutiger entgegenstellen. Euch beiden alles, alles Gute!!!
Und liebe Vegi natürlich,
ich denke noch immer viel an dich und erfreue mich mit an allem, was dir so Freude bereitet wie leckere Nudeln, Rotwein etc. Du bist ein echter Mutmacher!
Mit der Narbe alles okay? Kannst du gut schlafen? Hast du wieder mehr Kraft gewonnen? Schon mit dem Hund gassi gewesen?
Ich selbst bin im Moment total zufrieden mit meinem Anblick, der Narbe, meiner Beweglichkeit, meinem Körpergefühl. Fühle mich immer sicherer und wohler. Daran seid ihr alle hier im Forum nicht ganz unbeteiligt. Ich finde es schön, dass ein Aufbau möglich ist, habe aber keine konkreten Pläne. Vielleicht kann ich auch gut so leben, wie es jetzt ist. Manchmal fühlt sich das sehr richtig an.
Also, an alle, auch die nicht ausdrücklich Erwähnten, liebe Grüße!
Christiane