AW: mein Papa hat BSDK
Hallo Kathleen,
endlich fand auch wieder mal die Kraft ins Forum zu schauen, ich muss mich manchmal dazu "zwingen" nicht auf diese Seite zu gehen, weil zuviel mir auch nicht guttut. So wie ratacrash es bereits sagte.
Lass dich durch die Überinformation die es dank des Internets gibt, nicht völlig verrückt machen. Zuviel wissen ist oft nicht gut. Nach dem Motto, weniger ist mehr.
Ich lese immer, wenn ich hier am stöbern bin, bei dir rein und hoffe, das es noch einigermassen geht. Hat sich den herausgestellt, ob die Whipple-Op bei deinem Vater gemacht werden kann?
Als ich deine Beiträge lass, dachte ich an mich. Bei meinem Papa hat es vor 13 Monaten mit einem "Magengeschwür" begonnen. Da dachte wir uns noch nichts dabei, erst als die Schmerzen nicht nachließen, kam er im April letzten Jahres ins Krankenhaus und was dann folgte, werde ich so schnell nicht mehr vergessen. Mann kann es denn sein, dass das alles schon ein 1 Jahr her ist??? Die Zeit rennt.
Ich stand oft draussen, sah die Frühlingssonne, hörte die Vögel, roch die Luft und mir war bewusst, dass ich meinen Vater in diesem Jahr verlieren würde. Er starb 21 Tage vor seinem 60. Geburtstag. Ganz ehrlich gesagt, bin ich froh darüber. Was um alles in der Welt hätte wir ihm an seinem Geburtstag sagen sollen??? Alles Gute und viel Gesundheit???
Welch eine Ironie des Lebens, man liebt einen Menschen für das was er sein Leben lang darstellte und war gerne mit ihm zusammen. Und dann sagt man einen so unmöglichen Satz: Ich bin froh, dass er seinen Geburstag nicht erlebte.
Der Tod und eine schwere Krankheit bringt Gedanken in den Kopf die einem völlig irrsinnig erscheinen und man sich dafür schämt.
Ich wünsche dir das allerbeste, bis dahin
LG Taddl
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In unserer Sanduhr fällt das letzte Korn,
ich hab gewonnen und hab ebenso verlorn'.
Jedoch missen möcht ich nichts,
alles bleibt unser gedanklicher Besitz.
Mein (Stief) Papa:
27.10.1948 - 08.10.2008
BSDK-Diagnose im April 08
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